Wer gut bläst, lebt vielleicht länger:
Blasinstrumente senken Schlafapnoe-Risiko
- Blasinstrumente mit hohem Widerstand helfen
- Nächtliche Atemaussetzer führen zu Müdigkeit

Das Spielen eines Blasinstruments mit hohem Widerstand trainiert offenbar die Atemmuskulatur und schützt so vor obstruktiver Schlafapnoe (OSA). Dies gilt insbesondere für Holzblasinstrumente mit Doppelrohrblatt, zu den etwa Oboe oder Fagott zählen, wie eine Studie an 847 Profimusikern zeigt. Knapp 30 Prozent der Teilnehmer, darunter 760 Instrumentalisten sowie 87 Dirigenten und Sänger, hatten ein hohes Risiko für eine Schlafapnoe.
Bei 4,3 Prozent war das Problem bereits diagnostiziert. Ob die Teilnehmer sangen oder ein Instrument spielten, fiel nicht ins Gewicht. Auffällig wenig gefährdet waren lediglich jene Musiker, die Blasinstrumente mit hohem Widerstand spielten, wie die Forscher aus Houston auf einer Schlaftagung in Seattle berichteten.
"Die Anzahl der wöchentlichen Übungsstunden schien die wichtigste Variable beim Senken des Risikos zu sein", sagt Christopher Ward. Je mehr die Musiker spielten, desto geringer war das Risiko. Warum gerade diese Blasinstrumente vor einer Schlafapnoe schützen, ist unklar. Die Schlafstörung geht mit nächtlichen Atemaussetzern einher, worunter die Qualität der Nachruhe massiv leidet. Dies führt während des Tages zu ausgeprägter Müdigkeit.
(apa/red)
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