Schläfchen machen Emotionen erfahrbar:
Empfänglicher für positive Empfindungen
- Fröhliche Gesichtsausdrücke stärker wahrnehmbar
- Müdigkeit fördert Erfahrung von negativen Gefühlen

Kurze Schläfchen sensibilisieren das Gehirn für positive Emotionen und bauen gleichzeitig negative Empfindungen ab. Dies zeigt eine Studie der Universität von Kalifornien in Berkeley, die den Einfluss von Schlaf auf die Stimmung untersuchte. Dazu baten die Forscher 36 Männer und Frauen an zwei Terminen, verschiedene Emotionen in menschlichen Gesichtern einzustufen - wobei eine Hälfte der Teilnehmer vor einem der Durchgänge 60 bis 90 Minuten schlief.
Nach einem solchen Nickerchen reagierten die Probanden empfänglicher auf fröhliche Gesichtsausdrücke. Ohne Schlaf achteten sie dagegen verstärkt auf negative Empfindungen wie Wut oder Angst. Dies zeige, wie wichtig Schlaf für das Zusammenleben der Menschen sei, betonte Studienleiter Ninad Gujar auf einem Schlafkongress in Seattle: "Soziale Interaktionen hängen entscheidend davon ab, dass man emotionale Gesichtsausdrücke zuverlässig erkennt."
(apa/red)
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