Obama knöpft sich Spitzenverdiener vor:
US-Präsident will Einkommen beschneiden
- Staatshilfen bringt Regelung der Gehälter mit sich
- Behörden & Aktionäre erhalten mehr Mitspracherecht

·Obama: Großprojekte für die US-Wirtschaft
600.000 Jobs werden neu geschaffen oder erhalten
·"Sind vom Abgrund
zurückgetreten"
Obama glaubt an eine
Erholung der Wirtschaft
Nach heftiger Kritik an den hohen Gehältern von Top-Managern in den USA verschärft Präsident Obama den Druck auf Spitzenverdiener. Für die Regierung soll künftig der prominente Anwalt Kenneth Feinberg die Einkünfte der 175 höchstbezahlten Beschäftigen von sieben der größten US-Unternehmen festlegen, die milliardenschwere Staatshilfen erhalten hatten.
Unter den Spitzenmanagern seien der Vorstandsvorsitzende der Bank of America, Citigroup-Chef Vikram Pandit und der neue Chef des insolventen US-Autobauers General Motors, Fritz Henderson, berichtete die Zeitung am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe.
Keine neuen Regeln
"Die Finanzkrise hat viele Ursachen, aber die Praxis der Bezahlung von Managern hat auch dazu beigetragen", sagte Finanzminister Geithner bei der Vorstellung neuer Leitlinien für die Bezahlung von Spitzenbeschäftigten. Auf staatliche Begrenzungen für Spitzengehälter will die US-Regierung allerdings auch künftig verzichten. "Wir werden keine Regeln diktieren", sagte Geithner in Washington.
Ein solcher staatlicher Eingriff wäre "ineffektiv", sagte er zur Begründung. Allerdings sollten Aufsichtsbehörden und Aktionäre künftig größere Kontrolle über Managergehälter haben.
Einkommen an Leistung koppeln
Einkommen müssten an Leistung gekoppelt werden, um Anreize für Manager und andere Angestellte an die langfristige Schaffung von Werten zu koppeln, sagte der Finanzminister. Auch sollten großzügige "Goldene Fallschirme" für scheidende Top-Manager überprüft werden. Zudem dürften die Strukturen der Entlohnung keine Anreize zu überhöhter Risikofreude bieten.
Betroffen von der Aufsicht über Spitzengehälter durch Feinberg sind laut "New York Times" auch der vom Staat übernommene Versicherungsriese AIG, der Autobauer Chrysler, Chysler Credit und der frühere GM-Finanzierungsarm GMAC.
(apa/red)
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