Dienstag, 9. Juni 2009

Österreichs Exporte kommen nicht gut an:
Außenhandel verbucht Defizit von 1,2 Mrd. €

  • Importe sanken im 1. Quartal geringer als Ausfuhren
  • Vorjahreswert wies noch deutlichen Überschuss aus

Österreichs Exporte bekommen die Krise immer stärker zu spüren. Im ersten Quartal 2009 wurden um 1,15 Milliarden Euro weniger Exporte als Importe verzeichnet. Das ist ein drastischer Einbruch im Vergleich zum Vorjahr, als im selben Zeitraum noch ein Überschuss von 212 Mio. Euro erzielt wurde. Zwar gingen in Folge der Krise auch die Importe nach Österreich um 18,8 zurück - noch stärker aber brachen die Ausfuhren ein. Ganze 23,2 Prozent wurden weniger exportiert als in den ersten Monaten des Vorjahres. Verantwortlich dafür waren vor allem die Ausfuhren in die EU, die um 25,2 Prozent sanken, während der Außenhandel mit Drittstaaten um 17,8 Prozent geringer ausfiel.

Mit 22,8 Mrd. Euro lagen die Exporte Österreichs deutlich unter dem Vorjahreswert von 29,7 Mrd. Euro. Die Importe sanken ebenfalls, allerdings langsamer, von 29,5 Mrd. auf 23,95 Mrd.

Aus den Mitgliedstaaten der EU importierte Österreich zwischen Jänner und März Waren um 17,24 Mrd. Euro - 2008 waren es 21.64 Mrd. Euro. Der Wert der in diese Länder versandten Waren betrug 16,27 Mrd. Euro, 2008 waren es 21.75 Mrd. Euro. Der Außenhandel mit Drittstaaten fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Importen mit 6,71 Mrd. Euro um 14,4 Prozent, bei den Exporten mit 6,53 Mrd. Euro um 17,8 Prozent niedriger aus.

Im März alleine gab es ebenfalls Rückgänge bei Importen und Exporten, allerdings fielen sie weniger stark aus als im gesamten Quartal. Die Einfuhren gingen um 14,6 Prozent auf 8,56 Mrd. Euro und die Ausfuhren um 15,9 Prozent auf 8,35 Mrd. Euro zurück. In Summe ergab dies im März einen Außenhandelsüberschuss von 0,21 Mrd. Euro.
(apa/red)

9.6.2009 11:43