100 Tage Leo Windtner: ÖFB-Präsident
zieht eine erste positive Zwischenbilanz
- Projekte auf Schiene, sportliche Konsolidierung
- Über Nationalteam: "Trainerteam operiert exzellent"

·In Erste Liga kicken schon bald 16 Vereine
Regionalligen soll es in Zukunft nicht mehr geben
·Bundesliga für die Zukunft gut aufgestellt
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Am 28. Februar ist der österreichische Fußball-Bund (ÖFB) frisch durchgestartet. Leo Windtner wurde zum neuen ÖFB-Präsidenten gewählt, Alfred Ludwig stieg zum ÖFB-Generaldirektor auf, Strukturen wurden verändert, Personen vom Teamchef abwärts gewechselt. Nun zog Windtner ein kurzes Resümee seiner ersten gut 100 Tage.
In einer Präsidiumssitzung beschloss der ÖFB die Reform betreffend Liga-Format. Die zweite Leistungsstufe (Adeg-Liga) soll mit Beginn der Saison 2010/11 von zwölf nicht wie im Mai 2008 beschlossen auf zehn Clubs reduziert, sondern auf 16 aufgestockt werden. Gleichzeitig soll die Regionalliga abgeschafft werden. Tragend wird der Beschluss allerdings nur dann, wenn auch die Bundesliga in einer außerordentlichen Hauptversammlung mit Zweidrittel-Mehrheit zustimmt. Es soll die offensichtlichste Änderung sein, die Vereine zu einer gesunden Entwicklung und den Talenten zu mehr Chancen verhelfen.
"Die Projekte sind voll auf Schiene, die Zusammenarbeit klappt", sagte Windtner über den internen Geist. "Sportlich haben wir eine gewisse Konsolidierung geschafft. Im ersten Spiel (Anm.: 2:1 gegen Rumänien) hat das Ergebnis gepasst, im zweiten (0:1 in Serbien) nicht. Aber was gezeigt wurde, gibt ein bisschen Zuversicht", so Windtner. Dennoch wird er, wie ursprünglich geplant, mit Teamchef Dietmar Constantini erst im Herbst über dessen weitere Zukunft reden. Aber das "Trainerteam operiert exzellent", so der ÖFB-Chef.
Anforderungsprofil für Stadien
Die Mannschaft bestreitet das nächste Länderspiel am 12. August gegen Kamerun voraussichtlich in Klagenfurt, am 5. September geht es in Graz gegen die Färöer, am 9. September wird gegen Rumänien in Bukarest gespielt. Klagenfurt und Graz sind neben Wien und Innsbruck auch die vier Stadien, die derzeit als Austragungsstätten für Länderspiele zur Diskussion stehen. Derzeit wird ein Anforderungsprofil für die Stadien erstellt, in dem zwingend eine Rasenheizung vorgeschrieben wird. An Linz und Salzburg ergehen Anfragen zu speziellen Themen, etwa Kunstrasen.
Finanziell sieht sich der ÖFB im Jahr nach der EM gut aufgestellt. "Das Budget für 2009 sieht eine ausgeglichene Bilanz vor, für 2010 kann das Budget ebenfalls ausfinanziert werden", erklärte Ludwig. 2009 sind Ausgaben von 19,6 Mio. Euro und Einnahmen von 20,5 Mio. Euro geplant.
(apa/red)
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