In Erste Liga kicken schon bald 16 Vereine:
Regionalligen werden künftig abgeschafft
- ÖFB beschließt Aufstockung bei Präsidiumssitzung
- Bundesliga muss noch ihre Zustimmung geben

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Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) hat in der Frage der Liga-Formate der höchsten Spielstufen einen klaren Beschluss gefasst. Bei der Präsidiumssitzung im Wiener Hotel Intercontinental einigte man sich auf folgenden Modus: Während die tipp3-Bundesliga weiter mit zehn Vereinen ausgetragen wird und die ADEG Erste Liga auf 16 Vereine aufzustocken ist, soll es in Zukunft keine Regionalligen mehr geben. Allerdings muss auch die Bundesliga bei einer außerordentlichen Hauptversammlung noch ihre Zustimmung geben.
Gemäß des Vorschlags sollen unterhalb der Erste Liga die neun Landesligen ihre Meister ermitteln, aus jeder der drei Regionen West, Ost und Mitte wird es je einen Aufsteiger geben. Dieser könnte entweder in Entscheidungsspielen der jeweiligen (drei) Landesligameister oder in einem Play-off der jeweils drei Erstplatzierten der jeweiligen Landesliga ermittelt werden.
Damit folgte das Gremium einem Vorschlag der "Arbeitsgruppe Sport" aus der ÖFB-Zukunftswerkstatt und leitete gleichsam die Reform der Reform ein. Denn noch im Mai 2008 hatte der ÖFB die Reduzierung der Erste Liga auf zehn Teams bei Beibehaltung der Regionalligen beschlossen.
Windtner glaubt an Mehrheit
Für ÖFB-Präsident Leo Windtner stehen die Chancen, dass auch die Bundesliga ihre Zustimmung zur Aufstockung der Erste Liga und zur Abschaffung der Regionalligen gibt, nicht schlecht. Der Oberösterreicher hielt es für wahrscheinlich, dass es dort "eine Mehrheit gibt. Ob es aber eine Zweidrittel-Mehrheit ist, traue ich mir nicht zu sagen." Eine solche ist in der noch anzuberaumenden außerordentlichen Hauptversammlung der Bundesliga notwendig, um die Änderungen umzusetzen.
Sollte es tatsächlich zur Umgestaltung des Formats kommen, so würde die Erste Liga erstmals in der Saison 2010/11 mit 16 Vereinen gespielt und würden in der gleichen Spielzeit letztmals die drei Regionalligen ausgetragen werden. Ab der Saison 2011/12 würde dann erstmals ohne Regionalligen gespielt werden.
Für Windtner ist der im ÖFB-Präsidium gefällte Beschluss auch die Beantwortung zweier Fragen: ",Wie viele Proficlubs verträgt Österreich?' und ,Wie gelingt es, Talente so zu fördern, dass sich sich entwickeln und in der Bundesliga einsetzbar werden'." Um die Umwandlung der Erste Liga in eine semiprofessionelle Spielklasse reibungsloser zu gestalten, sei "im ersten Jahr eine gemeinsame Überbrückungshilfe für die Vereine der Erste Liga geplant, so etwas wie ein Österreicher-Topf", erklärte Windtner.
Und sollte es von der Bundesliga ein "Nein" geben? "Dann wird überlegt, ob der ÖFB eine Lizenzierung für die Regionalligisten einführt."
(apa/red)
