Jetzt hat sie es zur Pandemie geschafft:
Höchste Warnstufe für die Schweinegrippe
- Soll erhöhte Wachsamkeit in einigen Ländern bringen
- Warnstufe aber ohne Auswirkungen auf Österreich
WHO: 27.737 Fälle in 74 Ländern - 141 Todesopfer

·Pandemie: Die sechs Warnstufen der WHO
KLICKEN: Was genau welche Stufe bedeutet
·Schweinegrippe: Die Ausbreitung weltweit
GRAFIK: Wie viele Fälle & Todesopfer es wo gab
·Die Schweinegrippe
lässt noch nicht locker
Salzburgerin infizierte
sich bei einer USA-Reise
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat erstmals seit 40 Jahren die höchste Warnstufe für eine Pandemie ausgerufen. Vorangegangen war eine neue Serie an Ansteckungen mit der auch "Neue Grippe" genannten Schweinegrippe.
Die Entscheidung für die Warnstufe war nach einer Sitzung führender Seuchenexperten gefallen. WHO-Generaldirektorin Margaret Chan begründete die Maßnahme damit, dass das mutierte Virus H1N1 sich über mehr als zwei Kontinente ausgebreitet habe.
Die WHO empfehle aber keine weiteren Beschränkungen, insbesonders nicht für Reisen oder Grenzschließungen, so Chan. "Keine bisherige Pandemie ist so früh entdeckt und von Anfang an so zeitnah beobachtet worden", sagte Chan. Die Infektion verlaufe bisher relativ mild und es gebe derzeit keine gegenteiligen Anzeichen. "Aber das kann sich ändern", sagte Chan, deshalb fordere die WHO internationale und solidarische Aufmerksamkeit. "Das Virus ist äußerst unberechenbar."
Keine Auswirkungen auf Österreich
Laut dem Generaldirektor für öffentliche Gesundheit, Hubert Hrabcik sind in Österreich aufgrund der Ausrufung der Phase 6 auf der Influenza-Pandemie-Skala vorerst keine weiteren Maßnahmen notwendig. "Die Weltgesundheitsorganisation will durch diese Maßnahme die Pandemie möglichst früh mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft sehen", sagte Hrabcik.
Solange man in Europa und in Österreich nur einzelne Fälle der Krankheit registriere, gäbe es kein Problem. Es bestehe keine Notwendigkeit, medikamentöse Maßnahmen zur Prophylaxe einer Infektion mit Influenza H1N1 zu treffen. Niemand müsse jetzt in Österreich plötzlich "Tamiflu" schlucken.
Schweinegrippe in 74 Ländern
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach jüngsten Daten seit Ende April 27.737 Schweinegrippefälle in 74 Ländern registriert. 141 der Erkrankten sind gestorben. Der Schwerpunkt liegt in Nordamerika mit mehr als 21.000 Fällen. Am meisten betroffen sind die USA mit 13.217 gemeldeten Fällen.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
