Zwölf Jahre "Läuterung durch Arbeit": US-
Journalistinnen in Nordkorea verurteilt
- Verbrechen gegen Nation & illegaler Grenzübertritt
- Obama "tief besorgt" wegen den Verurteilungen

·Wie Nordkorea auch Barack Obama testet
VIDEO: CNN-Analyse nach dem Raketenstart
·Obama: Atomtest bedroht den Frieden
Russlands Außenminister:
UN-Dringlichkeitssitzung
Das höchste Gericht in Nordkorea hat zwei an der Grenze zu China festgenommene US-Journalistinnen zu jeweils zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt. Der Zentralgerichtshof habe die beiden wegen "schweren Verbrechens gegen die koreanische Nation und wegen illegalen Grenzübertritts" für schuldig befunden, berichtete die staatlich kontrollierte nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.
Weitere Details zu den Vorwürfen oder zum fünftägigen Prozess, zu dem keine neutralen Beobachter zugelassen waren, wurden zunächst nicht bekannt. Rechtliche Mittel gegen das Urteil sind nicht möglich.
Obama "tief besorgt"
Die Verurteilung der beiden US-Staatsbürgerinnen droht die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang wegen des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms weiter zu verschärfen. US-Präsident Obama äußerte sich "tief besorgt" über die Verurteilung. Die Regierung bemühe sich auf allen möglichen Wegen um die Freilassung der Journalistinnen, sagte ein Sprecher Obamas in Washington. Die US-Regierung rief Nordkorea abermals dazu auf, die beiden "aus humanitären Gründen" umgehend auf freien Fuß zu setzen.
Der Fall der koreanischstämmigen Journalistin Euna Lee und ihrer chinesischstämmigen Kollegin Laura Ling, die bereits seit zweieinhalb Monaten in dem weitgehend abgeschotteten Land festgehalten werden, erregte international große Aufmerksamkeit. Nordkoreanische Grenzposten hatten die beiden Reporterinnen am 17. März an der Grenze zu China festgenommen.
Vergeblicher Appell zur Freilassung
Die internationale Journalistenvereinigung "Reporter ohne Grenzen" hatte an die Justizbehörden in Nordkorea appelliert, Lee und Ling freizulassen. "Falls diese beiden Fernsehreporter den Fehler begangen haben, zu dicht an die nordkoreanische Grenze zu kommen, taten sie dies allein für journalistische Zwecke und nicht aus politischen Gründen oder für Spionagezwecke."
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
