Der Staat in Wirtschaft: Markus R. Leeb
über den drohenden Polit-Einfluss
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Erste Lichtblicke, die vom Ende der Krise zeugen, dürfen uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese noch lange nicht vorüber ist. Zu Recht springt der Staat jetzt ein und hilft mit Garantien oder Haftungen. Recht haben auch Experten wie der von mir geschätzte Böhler-Boss Claus Raidl, einen maßgeblichen Beitrag von Unternehmern und Aktionären einzufordern. Wer Staatshilfe in Anspruch nimmt, muss auch beweisen, dass er selbst an das Unternehmen glaubt, und selbst substanzielle Beiträge leisten. In Versuchung könnten aber nicht nur Unternehmer geraten, wenn es um milliardenschwere Staatshilfe geht. Als Bedrohung orte ich möglichen politischen Einfluss. Wenn der Staat oder vielmehr einzelne Politiker sich berufen fühlen, Managementaufgaben zu übernehmen, könnte das die Krise noch schlimmer machen. Die Politik darf nicht in die Lage kommen, Firmen zu führen. Wer schlecht wirtschaftet, den bestraft der Markt und der soll auch keine Staatshilfe bekommen. Was politischer Einfluss kann, hat uns die ehemalige Verstaatlichte gezeigt. Eine Krise reicht.
