Samstag, 6. Juni 2009

Weniger Eigenkapital für Opel-Übernahme:
Magna & Sberbank bringen 100 Mio Euro auf

  • Weitere 400 Mio Euro nur als zinsloses Darlehen
  • Sberbank will auch russisches GM-Werk kaufen

Bei der Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel bringt das Konsortium aus dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und der russischen Sberbank nach Informationen des deutschen Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zunächst nur 100 Millionen Euro an Eigenkapital ein. Wie das Magazin im Voraus unter Berufung auf die bisher unveröffentlichte Absichtserklärung ("Memorandum of Understanding") berichtete, stellen Magna und Sberbank weitere 400 Millionen Euro nur als zinsloses Darlehen zur Verfügung, für das sie sich Sicherheiten einräumen ließen.

Erst schrittweise und über Jahre solle der Kredit in Eigenkapital umgewandelt werden. Die Absichtserklärung liegt dem Blatt nach eigenem Bericht vor. Bisher hieß es, die beiden Partner engagierten sich mit 500 Millionen Euro.

Risikoreiches Konzept
Ein Gutachten der Unternehmensberatung McKinsey im Auftrag der hessischen Landesregierung hält das Magna-Konzept nach Berichten von "Spiegel" und "Wirtschaftswoche" zudem für risikoreich: "Die Annahmen erscheinen optimistisch, die kostenbezogenen Ergebnisverbesserungen sind anspruchsvoll", zitiert das Hamburger Nachrichtenmagazin aus dem Papier.

Weiter heißt es laut Vorabbericht der "Wirtschaftswoche", die Sanierung sei zwar "nachvollziehbar und plausibel". Aber: "Der operative Geschäftsplan ist nach unserer Einschätzung ambitioniert und daher mit entsprechenden Risiken behaftet." So müssten die Modelle für die Kunden wertvoller werden, auch müssten neue Käuferschichten erreicht werden.

Sberbank will GM-werk in St. Petersburg kaufen
Unterdessen will der russische Opel-Interessent Sberbank laut einem Agenturbericht ein Montagewerk von General Motors in St. Petersburg kaufen. Das russische Institut werde für die Fabrik 65 Millionen Euro an den insolventen US-Autoriesen überweisen, berichtete die Nachrichtenagentur Ria Novosti unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Sberbank will gemeinsam mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna bei Opel einsteigen. Auf eine entsprechende Grundsatzvereinbarung haben sich die beiden Unternehmen in den Verhandlungen mit der deutschen Regierung, der US-Regierung und der Opel-Mutter General Motors geeinigt. Demnach soll Magna 20 Prozent und die Sberbank 35 Prozent an Opel erhalten. GM will 35 Prozent an Opel behalten, zehn Prozent sollen an die Opel-Arbeitnehmer oder Autohändler gehen.

Sberbank-Chef German Gref hat erklärt, der Anteil an Opel könne später an einen russischen Investor verkauft werden. Kreisen zufolgen hat die russische Bank dafür vier Optionen. Neben dem bereits mehrfach genannten Hersteller Gaz kämen auch IzhAvto, Sollers und TaGaz in Frage, sagte ein Sberbank-Mitarbeiter zu Reuters.

(apa/red)

6.6.2009 15:19
sidestep, 06. 06. '09 14:00
Haben wir uns ein bisschen übernommen...
"Strohsack" Frank oder?
tschinkolawente, 07. 06. '09 04:40
Re: Haben wir uns ein bisschen übernommen...
...ja ich weiß nicht was Sie dazu beigetragen haben???
Für Ihren Teil wird es schwierig werden Garantien zu bekommen...
Sidestep,....haben Sie noch nicht gemerkt, es gibt Menschen in Österreich, die sich selbst nicht einmal für einen wünschenswerten und nötigen Fernseher entschließen können und machen aber mit der Bierflasche in der Hand den Nachbar lächerlich weil er den Rasen so sinnlos oft mäht...
damit will ich zum Ausdruck bringen, was der ungeschätzte Österreicher aus Weiz in Österreich bisher angestellt hat, mit den hochgepriesenen Steyrerwerken und so...SIDESTEP..., Sidestep!!!
Wissen Sie wieviel Ingenieure Magna in Ö vor der Wwk. !benötigt! haben?
Und nun das Psychologicum zu OPEL,,
-----s. 2.Beitrag-----
tschinkolawente, 07. 06. '09 05:05
Re: Haben wir uns ein bisschen übernommen...
Forts.
Glauben Sie wenigstens an die Lehren Strohsack's sidestep!...Die besagen:
Lass beim Handeln nie die volle Brieftasche vermuten, denn davon hängt bekanntlich der VK-Preis ab...
g'scheit WAS ???

nein net gscheit, aber das ist der Strohsack, der ist quellklar im Kopf, der hat keinen Tschik im Mundwinkel, kein Bier in der Hand...
Bleiben Sie optimistisch, sidestep!
ABWARTEN, jetzt ist der Verkäufer USA/BRD am Zug..
Wahlen, Jobsicherung, Stabilität eines Landes etc., es kommt noch DICKER und HEFTIGER, aber verkünden Sie das nicht auf der Strasse..
Ruhe, bringt den ERFOLG!!!
Irgendwie europäisch, WIE?
Großväter haben noch anders gedacht...
tschinkolawente, 07. 06. '09 05:25
Re: Haben wir uns ein bisschen übernommen...
sidestep...wie sagte Magna CEO Siegfried WOLF über den v.d.deutsch.Regierung abgesegneten Einstieg bei der GM-Tochter OPEL:

"Für Gratulationen ist es zu früh. Was erzielt wurde ist ein Etappensieg!!!

Hannes Androsch aber würde sagen:
Für USA/BRD/GM-OPEL geht es nicht um Profitmaximierung sondern um Verlustminimierung...