Neuer Print-Riese: Styria-Moser wird mit Abstand Österreichs größter Medienverlag
- Styria soll an Gesellschaft rund 68 Prozent halten
- Mit Moser Holding zählt der Verlag 4.530 Mitarbeiter
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Die Styria Medien AG ("Kleine Zeitung") übernimmt die Mehrheit an der Moser Holding ("Tiroler Tageszeitung"). Das Tiroler Verlagshaus wird in eine Tochterfirma der Styria - eine neu zu errichtende Aktiengesellschaft - eingegliedert. Die Styria bringt ihre regionalen Aktivitäten in der Steiermark und Kärnten in das gemeinsame Unternehmen mit ein.
Betroffen sind die "Kleine Zeitung" sowie Radiobeteiligungen und Druckereien, die nationalen Styria-Medien "Die Presse", "WirtschaftsBlatt" sowie die Auslandsaktivitäten des Konzerns sind nicht Teil des Deals. Der Zusammenschluss steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung, wie die beiden Unternehmen hausintern mitteilten.
Gegengewicht zur Mediaprint und Co.
An der neuen Gesellschaft soll die Styria rund 68 Prozent halten, die Familie Moser über ihre Medienholding GmbH rund 27 Prozent. Weitere fünf Prozent liegen bei der Raiffeisenbank Oberösterreich, die seit 2008 mit rund 15 Prozent an der Moser Holding beteiligt ist. Laut Horst Pirker, Vorstandsvorsitzender der Styria, wolle man mit dem Zusammenschluss ein "glaubwürdiges Gegengewicht zur auch demokratiepolitisch belastenden Dominanz von 'Kronen Zeitung' und Mediaprint bilden".
Es entstehe "ein neues, völlig eigenständiges Unternehmen, in dem die Partner auf Augenhöhe agieren", so Pirker. Es gehe darum, "die selbstständig agierenden Regionalmedien unter einem gemeinsamen größeren Dach zusammenzufassen und gemeinsame Stärken zu finden", so Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser Holding.
Knapp 4.530 Mitarbeiter
Mit der Übernahme der Moser Holding durch die Styria entsteht Österreichs größter Medienverlag. Die beiden Unternehmen kommen nach jüngsten Zahlen durchgerechnet auf 707 Millionen Euro und knapp 4.530 Mitarbeiter. Umsatzstärker ist lediglich der öffentlich-rechtliche ORF.
(apa/red)

