Montag, 1. Juni 2009

Stronach über Magna-Einstieg bei Auto-
Konzern Opel: "Win-Win-Situation für alle"

  • Aber keine Gewissheit für Abschluss des Deals
  • PLUS: Auch nach Einigung noch Risiken für Opel

Magna-Gründer und oberster Unternehmenschef Frank Stronach sieht in der Einigung mit der deutschen und der US-Regierung zu einem Einstieg bei Opel eine "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten. "Die Verhandlungen waren intensiv und zeitweise schwierig. Ich glaube aber, wir haben eine konstruktive Lösung gefunden, die für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation darstellt und Opel in die Lage versetzt, künftig wettbewerbsfähig und erfolgreich agieren zu können", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Wir sind dankbar für das Engagement aller Beteiligten und freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit mit General Motors, mit den deutschen Regierungen und anderen Interessengruppen, um unser Konzept in der nächsten Phase zu verwirklichen, während die Beteiligten an einem definitiven Übereinkommen arbeiten", so Stronach weiter.

Es gebe aber keine Gewissheit, dass das aktuelle Engagement von Magna irgendeine Transaktion zum Ergebnis habe, betonte Stronach.

Risiken für Opel
Auch nach der Einigung auf ein Rettungskonzept für dOpel ist das Überleben des Unternehmens nach Ansicht führender Finanzpolitiker noch nicht garantiert. Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück und mehrere Haushaltspolitiker sprachen von Risiken bis hin zu einer Insolvenz für das Rüsselsheimer Traditionsunternehmen, sollten die Verhandlungen doch noch scheitern. Bei einer Sondersitzung des Haushaltsausschusses wurde das Modell aber weitgehend als alternativlos eingeschätzt.

Rechtzeitig vor der verkündeten Insolvenz des US-Mutterkonzerns General Motors nahm das ausgehandelte Opel-Modell wichtige Hürden. So ging nach notarieller Beurkundung die neue Treuhandgesellschaft an den Start. In ihr sind zentrale Teile des Rüsselsheimer Autobauers und anderer europäischer Gesellschaften vor dem Zugriff der US-Mutter geschützt. Zuvor gaben bereits die Haushalts- und Finanzausschüsse der Landtage von Hessen und Nordrhein-Westfalen grünes Licht für eine Beteiligung an dem staatlich garantierten Überbrückungskredit von rund 1,5 Milliarden Euro. Beide Länder bürgen anteilig mit 150 Millionen Euro.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, Opel habe nun wieder eine Perspektive für die Zukunft. Für GM und den als Investor vorgesehenen Zulieferer Magna beginne die Arbeit aber jetzt erst. Steinbrück erklärte in der Sitzung des Haushaltsausschusses nach Angaben aus Regierungskreisen, es gebe durchaus noch Risiken.

(apa/red)

1.6.2009 17:21
antikapitalist, 02. 06. '09 11:52
FALSCH!!!!!
...win win situation für ALLE A.........r!!!!!