Samstag, 6. Juni 2009

Das war's dann wohl mit der WM-Quali:
Teilnahme nur noch rechnerisch möglich

  • Schon acht Punkte hinter Tabellenführer Serbien
  • Teamchef zieht trotzdem ein positives Resümee

Auch mit einer starken Vorstellung hat Österreichs Fußball-Nationalteam im WM-Qualifikationsspiel der Gruppe 7 in Belgrad gegen Serbien eine 0:1-Niederlage nicht abwenden können. Damit ist der Sprung zur Endrunde in Südafrika 2010 selbst rein rechnerisch kaum noch zu schaffen. Der einzige Treffer der Partie fiel bereits in der siebenten Minute aus einem Elfmeter durch Nenad Milijas.

Nach sechs von zehn Runden fehlen den auf Rang vier liegenden Schützlingen von Teamchef Dietmar Constantini nun schon acht Punkte auf den Gruppe-7-Tabellenführer Serbien und drei Punkte auf Frankreich, das aber eine Partie weniger ausgetragen hat.

Constantini resümierte zufrieden: "Wir sind durch einen dummen Fehler 0:1 in Rückstand geraten. Aber Fehler passieren eben, wir waren nach 50 Sekunden auch alleine vor dem Tor, vorne fallen Fehler aber eben nicht so auf wie hinten. Es war eine sehr gute Leistung, da wäre die Sensation möglich gewesen."

Furchtlos im Hexenkessel
Constantini überraschte mit einer extrem mutigen Aufstellung, schenkte er mit Prödl-Ersatz Dragovic und Jantscher doch gleich zwei Debütanten von Beginn an das Vertrauen. Und die Österreicher versteckten sich im mit 50.000-Zuschauer gefüllten Hexenkessel auch keineswegs, kamen schon nach 52 Sekunden zur besten Chance im Spiel. Maierhofer wurde glücklich bedient, zog alleine auf Serbien-Goalie Stojkovic zu, schoss aber etwas stümperhaft am langen Eck vorbei (1.).

Die Österreicher leisteten sich vor der Pause nur einen gravierenden Fehler, der führte allerdings zum schlussendlich entscheidenden 0:1. Nach missglückten Abschlägen von Goalie Gspurning und Innenverteidiger Stranzl foulte der ÖFB-Goalie den durchbrechenden Lazovic im Strafraum, und Milijas sorgte für das schnelle 1:0 (7.). Danach waren die ersatzgeschwächten Gäste überraschend über weite Strecken die tonangebende Mannschaft, blieben aber im Abschluss glücklos.

"Haben gegen sehr inspirierten Gegner gespielt"
Auch Serbiens Teamchef Radomir Antic zollte den Österreichern Respekt: "Wir haben gegen einen sehr inspirierten Gegner gespielt, Österreich hat sehr gut gespielt und uns alles abverlangt. Das war ein Spiel, das wir mit dem Herzen gewonnen haben."

In der 57. Minute brachte Constantini mit Janko und Okotie zwei frische Spitzen (für Maierhofer und Hoffer). Und auch das Duo fügte sich nahtlos ein. Österreichs Torschützenkönig nahm sich aus etwas mehr als 20 Metern ein Herz und traf genau die Querlatte (77.). Bereits in der 60. Minute hatte auf der Gegenseite Jankovic mit einem Freistoß nur das Aluminiumgehäuse getroffen.
(apa/red)

6.6.2009 23:26