Samstag, 6. Juni 2009

Erwin Hoffer will den Serben einschenken:
Rapid-Wirbelwind trifft fast nach Belieben

  • Hoffer soll serbischer Innenverteidigung davonlaufen
  • Janko und Maierhofer um zweiten Platz im Angriff

Erwin Hoffer will seinen jüngsten Erfolgslauf auch in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft fortsetzen. Der 22-jährige Rapid-Stürmer hatte in den sechs abschließenden Bundesliga-Runden acht Tore erzielt. Davor waren es auch im ÖFB-Team die beiden entscheidenden zum 2:1-Sieg gegen Rumänien gewesen. Als schneller Konterstürmer scheint Hoffer heute (live ab 20.20 Uhr auf NEWS.at) in Serbien gesetzt.

13 seiner insgesamt 27 Saisontore hatte Hoffer im Frühjahr erzielt - und damit sogar mehr als Bundesliga-Topscorer Marc Janko von Meister Salzburg (9 von 39). Seine steigende Trefferquote erklärte Hoffer im Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf mit wachsender Routine und größerer Abgebrühtheit. "Im Vergleich zum Vorjahr gibt es heuer einen kleinen Unterschied. Ich bin ruhiger vor dem Tor. Das ist früher nicht immer so gewesen", meinte der Jungstar.

In der Schlussrunde gegen Kapfenberg war Hoffer dreimal alleine aufs Tor zugelaufen - drei Treffer waren die Folge. "Wenn mir das in Serbien nur einmal gelingt und wir gewinnen, wäre ich schon zufrieden", versicherte Hoffer. Die Innenverteidigung der Serben um Abwehrchef Nemanja Vidic von Manchester United sei zwar körperlich stark, aber nicht übermäßig schnell. "Ich werde alles dafür tun, um ihnen davonzulaufen", sagte der Wirbelwind.

Zweiter Stürmer noch offen
Die Personalfrage im ÖFB-Sturm ist noch nicht restlos geklärt. Janko scheint neben Hoffer die besten Karten zu haben. Für ihn spricht seine Rekordsaison, für den Rapid-Hünen Stefan Maierhofer sein blindes Verständnis mit Hoffer. Dietmar Constantini hat die Qual der Wahl, steht ihm doch auch noch Austrias Rubin Okotie zur Verfügung. "Ich nehme es positiv. Alle vier haben Qualität und könnten auch im Ausland reüssieren", meinte der ÖFB-Teamchef.

Über seinen Sturmkollegen - sollte es überhaupt einen geben - will sich Hoffer noch keine Gedanken machen, stattdessen ist er auf Tore fokussiert. "Ich will so weiter treffen wie in letzter Zeit", sagte der Sprinter. Nervosität kennt Hoffer mittlerweile nicht mehr - auch nicht im Hexenkessel "Marakana" in Belgrad. "Wir müssen unsere wenigen Chancen einfach eiskalt nützen", erklärte der Rapid-Liebling. Das hat er in den vergangenen Wochen auch getan.
(apa/red)

6.6.2009 07:17