Da heulen nicht nur die Motoren: Superfund und Wurz planen Einstieg in die Formel 1
- Nennung bei der FIA wurde fristgerecht eingereicht
- Superfund will in 3 Jahren unabhängiges Team sein
Alexander Wurz würde als Teamchef fungieren
Die Formel 1 könnte ab kommender Saison in Form des Teams Superfund um einen großen österreichischen Beitrag reicher sein. Der langjährige Formel-1-Pilot Alexander Wurz und der österreichische Superfund-Boss Christian Baha planen einen Einstieg in die Königsklasse, Wurz würde als Teamchef fungieren. Die Nennung für die WM 2010 wurde fristgerecht eingereicht.
"Ich war immer schon daran interessiert, im Bereich Teammanagement zu arbeiten. Auch schon zu meiner Zeit als Pilot", erklärte der 35-jährige Wurz, der in seiner aktiven Karriere 69 Formel-1-Rennen bestritten hat. Das Projekt von Superfund bezeichnete der Niederösterreicher als "seriös". "Christian und ich sprechen schon seit vielen Jahren darüber", so Wurz. Angesichts der ab 2010 geltenden Budget-Obergrenze von 45 Mio. Euro sei die Gelegenheit nun günstig wie nie zuvor.
Entwicklung zu "unabhängigem Team"
Für Superfund wäre es eine Rückkehr als Sponsor in die Königsklasse, nachdem man fünf Jahre lang als Unterstützer der Teams Minardi, Jordan, Spyker und Midland aufgetreten ist. Laut Superfund will man sich innerhalb von drei Jahren zu einem "völlig unabhängigen Team" entwickeln.
Wurz würde als Teamchef fungieren. "Die Entwicklung vom Fahrer, zum Testfahrer und weiter zum Teamchef ist eine natürliche Entwicklung. Ich freue mich, mein Wissen, meine Erfahrung und meine Beziehungen ins Team Superfund miteinzubringen. Die Kosten zum Betreiben eines Teams sind gesunken, wir sahen das als Gelegenheit", meinte Wurz.
Baha, der Gründer der Investment-Firma Superfund, soll voll hinter dem Team stehen, die Motoren sollen von Cosworth zur Verfügung gestellt werden. Durch die Tatsache, dass die exakten Regeln für die WM 2010 nach wie vor alles andere als klar sind, ist jedoch auch das Projekt Superfund noch mit Vorsicht zu genießen.
Aufstockung auf 13 Teams
"Nichts kann endgültig entschieden werden, bis feststeht, was 2010 erlaubt ist und was nicht", erklärte Wurz. In der laufenden WM 2009 sind zehn Teams und insgesamt 20 Autos engagiert, für 2010 will der internationale Automobilverband FIA das Feld auf 13 Teams und 26 Autos erweitern. Neben Superfund sollen sich auch Prodrive mit Ex-Benetton- und BAR-Boss David Richards, Lola, Litespeed, March, ein spanisches Campos-Meta-1-Team sowie eine US-Mannschaft als Newcomer beworben haben. Die Liste der teilnehmenden Teams wird am 12. Juni präsentiert.
Eine Liste der Interessenten hat die FIA nicht veröffentlicht. Wurz soll bei der Umsetzung des Plans auch seine guten Kontakte zum derzeit die WM dominierenden Team von Ross Brawn nutzen, eventuell könnten freie Kapazitäten des Werks in Brackley genützt werden.
(apa/red)

