Kraftwerk Wels holt den ersten Meistertitel:
Knapper Heimsieg entscheidet Finalserie
- Allianz Swans Gmunden im vierten Spiel bezwungen
- Erster Meistertitel für im Jahr 2000 gegründeten Klub

Der WBC Kraftwerk Wels hat sich zum ersten Mal den Herren-Basketball-Meistertitel gesichert. Die Truppe von Coach Raoul Korner setzte sich im vierten Final-Spiel im Oberösterreich-Derby gegen Allianz Swans Gmunden knapp mit 82:80 (45:46) durch und entschied die "best of five"-Serie damit vorzeitig mit 3:1 für sich. Wie 2008 (Fürstenfeld) endete die ABL mit einem Premierensieger.
"Wir sind nicht nur der Meister der Herzen, sondern der wahre Meister. Die Jahre harter und seriöser Arbeit haben sich bezahlt gemacht", frohlockte WBC-Vorstand Fiszter. Für die 2000 gegründeten Welser, die 2006 mit dem Cupsieg ihre erste große Trophäe gewonnen hatten, war es der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. "Ich könnte mich daran gewöhnen", sagte Wels-Trainer Korner.
Zum wertvollsten Spieler der Finalserie wurde der Welser Ricky Moore gewählt. Der unterlegene Gmunden-Trainer Bob Gonnen, der den Verein verlässt, durfte sich immerhin über die Ehrung zum Coach des Jahres freuen, zum vierten Mal seit 2003 jeweils im Zwei-Jahres-Rhythmus.
In der Entscheidungspartie erarbeiteten sich die Welser im ersten Viertel einen Neun-Punkte-Vorsprung (32:23), bis zur Pause drehten die Gäste aber die Partie zu ihren eigenen Gunsten (46:45). Nach einem 71:71-Zwischenstand nach dem dritten Abschnitt stand das Spiel in der Endphase auf des Messers Schneide.
Trotz der 82:80-Führung in der Schlussminute hatten die Gmundner noch zwei Möglichkeiten, die Partie zu wenden, De'Teri Mayes verwarf allerdings zweimal. "Ich gratuliere den Welsern, sie haben sich den Sieg und den Titel verdient", erklärte der US-Amerikaner, der sich jetzt einmal auf die spielfreie Zeit freute. Und sein Mannschaftskollege Peter Hütter fügte hinzu: "Wir haben die Serie nicht heute, sondern schon vorher verloren."
(apa/red)
