Brown weht heftiger Gegenwind ins Gesicht:
Wird als "unsicher und ungehalten" gesehen
- Wirtschaftsminister Mandelson schreibt böse E-Mails
- Gilt als Schlüsselfigur im Kampf um Englands Premier

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Die schlechten Nachrichten für den britischen Premierminister Gordon Brown reißen nicht ab: Nun wurde ein E-Mail des Wirtschaftsministers Peter Mandelson öffentlich, in dem dieser Brown als "unsicher" und "ungehalten" bezeichnete. "Er ist physisch und psychisch eine befangene Person. Er fühlt sich nicht so wohl in seiner eigenen Haut wie Tony (Blair)", zitierte die "Mail on Sunday" aus dem Schreiben.
Zwar ist das E-Mail bereits vom Jänner 2008, als Mandelson noch nicht zurück im britischen Kabinett war. Aber sie birgt Zündstoff, da Mandelson Anhänger von Browns Vorgänger und Erzrivalen Blair ist und nun als Schlüsselfigur im Kampf um Brown gilt. Brown hatte ihn erst am Freitag bei der Kabinettsumbildung mit mehr Macht ausgestattet. So wollte sich der Regierungschef nach Meinung von Kommentatoren auch davor schützen, dass Mandelson gegen ihn "intrigiert". Ein Sprecher Mandelsons erklärte, das E-Mail sei über ein Jahr alt und aus dem Kontext gerissen.
Die regierende Labour-Partei ist derzeit durch Grabenkämpfe gespalten. Zuletzt waren mehrere Minister aus Browns Kabinett zurückgetreten. Unterdessen rüstete sich die Partei für die erwarteten desaströsen Ergebnisse bei der Europa-Wahl. Diese sollen am späten Abend veröffentlicht werden.
(apa/red)
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