Mittwoch, 10. Juni 2009

Bereits 41 Tote nach Jet-Absturz geborgen:
Angehörige geben DNS zur Identifizierung

  • Verletzungen geben Hinweise auf Unglückshergang
  • Geschwindigkeitssensoren möglicherweise defekt

Nach dem Absturz der Air-France-Maschine über dem Atlantik haben französische und brasilianische Suchmannschaften 13 weitere Leichen aus dem Meer geborgen. Damit stieg die Zahl der geborgenen Toten auf 41. Davon seien 16 Leichen zur Identifizierung auf die brasilianische Insel Fernando de Noronha gebracht worden, sagte ein Militärsprecher. Die übrigen Leichen befinden sich demnach noch auf Booten.

Bei der Flugzeugkatastrophe waren am Pfingstmontag auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris 228 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein Tirolerin. Nach Angaben des Außenministeriums gab es bisher keine Informationen darüber, ob unter den bisher geborgenen Leichen auch jene der Österreicherin ist. Die brasilianischen Ermittler begannen indes damit, den Familienangehörigen der Toten Gewebeproben zu entnehmen, um mit dem gewonnenen genetischen Material die Toten identifizieren zu können.

Über die Unglücksursache gibt es weiterhin nur Mutmaßungen, auch weil der Daten- und Stimmenrekorder bisher nicht gefunden wurden. Der US-Luftwaffenexperte Peter Goelz erklärte, die Verletzungen der Opfer könnten Hinweise auf die Absturzursache geben. Automatisch abgesetzte Fehlermeldungen des Airbus A330 zeigen falsche Angaben zur Geschwindigkeit im Cockpit; die Piloten könnten deshalb zu langsam oder zu schnell geflogen sein, was zu dem Absturz geführt haben könnte.
(apa/red)

10.6.2009 07:32