Zerfallserscheinungen in der britischen
Regierung: Brown gehen die Minister aus
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- Angeschlagener Premierminister will im Amt bleiben

·Rücktrittswelle im britischen Parlament
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Der britische Premierminister Gordon Brown steht nach der Serie von Rücktritten in seinem Kabinett weiter unter Druck. Über das Wochenende wollten Rebellen in Browns Labour-Partei nach Medienberichten entscheiden, ob sie eine Revolte gegen den Premier weiter voranbringen. Der Premier lehnte jedoch trotz der chaotischen Zustände einen Rücktritt oder Neuwahlen ab.
Brown hatte allein am Freitag drei Rücktritte von Ministern sowie zwei von Staatssekretären zu verkraften. Dies zwang ihn auch, seine Kabinettsumbildung vorzuziehen. Zugleich fuhr seine Labour-Partei bei den Kommunalwahlen mit 23 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis in der Geschichte ein und verlor alle ihrer verbliebenen Bezirke in England, darunter traditionelle Labour-Hochburgen. Gewinner der Kommunalwahl waren die konservativen Tories, die auf 38 Prozent kamen.
Für Sonntagabend rüstet sich die Regierung für weitere schlechte Nachrichten, wenn die Ergebnisse der Europa-Wahl bekanntgegeben werden. Am Montag kommt die Labour-Fraktion zusammen, was als entscheidendes Ereignis für Browns Zukunft gilt.
Unterdessen sah sich Brown auch mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert. Europa-Staatssekretärin Caroline Flint hatte am Freitag ihr Amt niedergelegt und den Premier in einem offenen Brief beschuldigt, Frauen in der Regierung nur als "Schaufensterdekoration" zu nutzen. Minister und Abgeordnete wiesen diese Vorwürfe jedoch am Samstag zurück.
(apa/red)
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