Montag, 1. Juni 2009

Missionar aus OÖ in Südafrika ermordet: Offenbar von Räubern gefesselt und erwürgt

  • Auch ein Überfall ist derzeit nicht auszuschließen
  • Mühlviertler Ernst Plöchl starb im Alter von 78 Jahren

Der 78-jährige Mühlviertler Missionar Ernst Plöchl, der am Wochenende in Südafrika ermordet wurde, soll von Räubern gefesselt und erwürgt worden sein. Wie Pater Andreas Rohring vom Orden der Missionare von Mariannhill gegenüber der APA erklärte, gebe es verschiedene Angaben zu der Tat, auch ein Überfall sei nicht auszuschließen.

Die Leiche von Plöchl, der aus Neumarkt im Mühlkreis (Bezirk Freistadt) stammte und mehr als 40 Jahre in Südafrika arbeitete, wurde auf der Station der Mission "Maria Zell" - benannt nach dem österreichischen Wallfahrtsort - gefunden. Seitdem herrschte Rätselraten darüber, wie er umgebracht worden war. Einmal hieß es, dass der Geistliche erschossen worden sei, dann, dass er erwürgt worden sei. Die Informationen waren laut dem Orden "recht dürftig", es gab vorübergehend keine Telefonverbindung zur Mission.

Im oberösterreichischen Heimatort des Ermordeten herrschte am Montag große Trauer. Viele hatten Plöchl persönlich gekannt und mehrere Delegationen der südafrikanischen Station Besuche abgestattet. Er soll nun in Südafrika begraben werden.

(apa/red)

1.6.2009 22:19