Sonntag, 7. Juni 2009

Ewald Stadler lässt Hoffnung nicht fahren:
BZÖ zittert noch um Einzug ins Parlament

  • In der Partei trotz Niederlage Optimismus angesagt
  • Spitzenkandidat will weiter in Österreich tätig sein

Der BZÖ-Spitzenkandidat Ewald Stadler sieht trotz der Wahlniederlage Chancen, den Einzug ins EU-Parlament doch noch zu realisieren. Der Wahlkampf sei gut gelaufen, in Hinblick auf die kommenden Landtagswahlen seien nun aber Schwachstellen zu diskutieren, räumte er vor Journalisten ein.

EU-Wahlen hätten "eigene Gesetze, wie man sieht": "Tatsache ist, unser größter Gegner war die fehlende Bereitschaft zur Wahl hinzugehen". Es sei noch keineswegs entschieden, ob das Bündnis das Einzug schafft oder nicht, wartet Stadler noch auf Ergebnisse aus der Briefwahl.

Sollte er nicht ins EU-Parlament einziehen, werde er weiterhin in Österreich politisch sowie als Konzipient in einer Anwaltskanzlei tätig sein. "Persönlich sehe ich das sehr entspannt", so der Orange Spitzenkandidat. "Sollte das Wahlziel von einem Mandat nach dem Nizza-Vertrag nicht erreicht werden, dann ist das nicht der Erfolg, den wir formuliert haben", räumte er ein.

Zweckoptimismus ist angesagt
Stadler war erst mit Verspätung in der Zukunftsakademie eingetroffen und wurde hier mit Applaus und Jubel empfangen. Generell war hier Zweckoptimismus angesagt. Man hoffe bis zum Schluss, hieß es.

Stadler bedankte sich indes bei den Wahlkämpfern und seinem Team und wollte sich erstmal ein Bier genehmigen. Er rechnete noch mit einem durchaus spannenden Wahlabend.

Generalsekretär Stefan Petzner wertete das Ergebnis in der Steiermark als "hoffnungsfroh" für die anstehenden Landtagswahlen. Das Abschneiden des Bündnisses versuchte er damit zu erklären, dass das BZÖ auf der einen Seite zwischen der "massiven Kampagne" der SPÖ gegen die FPÖ und auf der anderen Seite Hans-Peter Martin stand: "Das BZÖ hatte zwischen der Hetzdiskussion und Hans-Peter Martin mit Schwierigkeiten zu kämpfen", erklärte der Wahlkampfleiter.
(apa/red)

7.6.2009 20:21