Freitag, 5. Juni 2009

Und zum Abschluss noch wilde Rhetorik:
SPÖ geht mit Kontrahenten hart ins Gericht

  • Häupl, Faymann und Swoboda kritisieren die FPÖ
  • Mitschuld der ÖVP an der weltweiten Wirtschaftskrise

Die SPÖ hat Freitagabend ihren EU-Wahlkampf abgeschlossen. Bei der Veranstaltung in einem Festzelt vor der Parteizentrale dominierten Angriffe gegen die Freiheitlichen. Am deftigsten äußerte sich Wiens Bürgermeister Michael Häupl, der meinte, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, Sprache und Methodik der Nazis anzuwenden.

Auch EU-Spitzenkandidat Hannes Swoboda sparte nicht mit Angriffen gegen die FPÖ. Deren Parolen würden zu Chaos und Instabilität führen. Er habe keinen einzigen FPÖ-Politiker gesehen, der Probleme löse, aber viele, die Probleme schaffen würden. Kritik gab es in diesem Zusammenhang auch an der Haltung der ÖVP, die sich die schwarz-blaue Option offen halten wolle und trotz aller Ausritte der Freiheitlichen bei einer "Wischi-Waschi"-Politik bleibe.

"Diese FPÖ braucht niemand"
Bundeskanzler Werner Faymann rief den gut tausend Gästen der Abschlussveranstaltung zu, die Holocaust-Leugner müssten damit rechnen, dass die Sozialdemokratie wisse, dass man den Anfängen wehren müsse: "Diese FPÖ braucht niemand", meinte Faymann und verurteilte noch einmal, dass die Freiheitlichen versuchten gegen Israel und den Islam Hass zu schüren.

Bürgermeister Häupl attackierte die FPÖ besonders scharf und sah bei den Freiheitlichen nur Destruktion und Zerstörung. Bezogen auf den FP-Slogan "Abendland in Christenhand" meinte Häupl: "Wien ja nicht in Deppen-Hand."

ÖVP mitschuldig an Wirtschaftskrise
Während die anderen Parteien wie BZÖ, Grüne und Liste Martin während der gesamten Veranstaltung überhaupt nicht erwähnt wurden, bekam der Koalitionspartner ÖVP durchaus sein Fett ab. Swoboda hielt der Volkspartei eine neoliberale Politik vor, durch die man eine Mitschuld an der weltweiten Wirtschaftskrise trage. Häupl spottete über zuletzt getätigte Aussagen von der ÖVP-Spitze, wonach diese gegen rechte Neoliberale sei: "Soviel Selbstkritik habe ich überhaupt noch nicht gehört."

Angesichts der mannigfaltigen Angriffe auf Freiheitliche und Volkspartei gingen die inhaltlichen Positionierungen der SPÖ beinahe unter. Swoboda und die Listenzweite Evelyn Regner mühten sich immerhin redlich, die SPÖ als Garanten für soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit darzustellen. Neuerlich unterstrichen wurde vom Spitzenkandidaten auch sein Nein zum türkischen EU-Beitritt.

Unter den gut tausend Besuchern fand sich ein Großteil der roten Regierungsriege. Auch Altkanzler Franz Vranitzky, ÖGB-Präsident Erich Foglar, Arbeiterkammerchef Herbert Tumpel sowie Pensionistenchef Karl Blecha waren im Publikum. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die portugiesische Sängerin Sandra Pieres. Die Moderation übernahm der frühere TV-Moderator und Abgeordnete Josef Broukal.
(apa/red)

5.6.2009 20:10
SusanneSittsam, 06. 06. '09 16:15
Wen interessiert der Zick-Zack-Hannes?
Aus lauter Frust über die Kakofonie in der eigenen Partei zeigt auch Hannes "Zick-Zack" Swoboda keinerlei Linie. Den Spitznamen hat er übrigens in Brüssel. Das sagt doch alles!
Vasant, 07. 06. '09 14:36
Re: Wen interessiert der Zick-Zack-Hannes?
Denen gehts doch eh allen nur um den Sitz in Brüssel!

Meiner Meinung nach, arbeitet schon seit Jahren weder
ein SPÖVP Politiker für Österreich, sondern für seinen
Ruf in Brüssel! Kein Wunder, dort kassierst dich deppert
und hinter dir die Sinnflut ... sprich Wirtschaftskrise;)

Mal ehrlich, was außer die anderen Parteien (und nun
auch wieder den Koalitionspartner ÖVP) angreifen, kann
denn die SPÖ sonst noch? Also unter Arbeit stell ich mir
was anderes vor und noch dazu für die Gehälter!

Bring mal die Leistung als Angestellter und dann verlang
eine Gehaltserhöhung, anstatt der Kündigung;) Als ein
"normaler" Bürger wirst ausgelacht und sitzt schon beim
AMS ... als Politiker oder Manager wirst weiterhin noch
überbezahlt und es gibt keinerlei wirkliche Konsequenzen!


Meine Meinung!
Vasant, 06. 06. '09 14:14
Mal ehrlich ...
Das Foto sagt mehr als 1.000 Worte! Der Herr Häupl
schaut wieder mal aus, als hätte er beim Heurigen in
Grinzing übernachtet, der Herr Faymann grinst auch
wieder planlos wie immer und nun wird wieder mächtig
auf alle Parteien losgegangen!?

Also wenn die SPÖ das Politik nennt, dann gute Nacht
Österreich! Also mich wunderts, dass ich diese "Partei"
mal gewählt habe!

Die ÖVP hat sich wirklich seit der Neuwahl ausgezeichnet
bewährt, arbeitet und bringt konstruktive Vorschläge und
die FPÖ ist eindeutig für Österreich! Die Beiden sollten sich
wirklich zusammensetzen und über eine zukünftige
Koalition Gedanken machen.

Die SPÖ hat sich durch die Neuwahl selbst die letzten
Stammwähler abgeschossen und Leistung ist in dieser
Partei ein Fremdwort ... PROST passt da besser;)


Meine Meinung!
maus119, 06. 06. '09 12:30
was die övp betrifft
was die angriffe auf einmal die övp betrifft seit ihr nur verärgert weil die sich die besseren ressorts genommen haben als die koalitionsgespräche geführt wurden.sein wir doch mal ehrlich viel habt ihr nicht zustande gebracht.ich denke an die steuerentlastung die wurde beschlossen und gleichzeitig wurden andere steuern erhöht somit ist dies nicht wirklich ein vorteil für andere