Strache hält Martin Graf die Stange: FP-Chef
bei Schlusskundgebung gewohnt angriffig
- Freiheitlicher Wahlkampfkurs gegen Kritik verteidigt
- Linke Gegendemonstranten starteten Wurfattacken

·EU-Wahlkampf liegt in den letzten Zügen
Kandidaten appellieren an ihre Wählerschaften
·Doppelmoral versus
'Wischi-Waschi-Politik'
EU-Spitzenkandidaten
in der Elefantenrunde
·Die EU-Wahl ist nur etwas für Kopflastige
Programme der Parteien sind schwer verständlich
·Von wegen "Abend-
land in Christenhand"
Österreich fürchtet sich vor etwas ganz Anderem
·Die EU-Wahl ist von so großer Bedeutung...
...dass selbst flüchtende Bankräuber hingehen
·Straßen-Umfrage zur Europa-Wahl 2009
VIDEO: Können Sie die Europa-Hymne singen?
·EU-Wahlplakate sind eine Klasse für sich ...
... wenn man sie mit ein bisschen Humor nimmt
Parteichef Strache hat bei der FP-Abschlusskundgebung des EU-Wahlkampfs in Wien den Dritten Nationalratspräsidenten Graf verteidigt. Ansonsten gab es die übliche Regierungs- und Europa-Kritik. Während Straches Rede kam es zu Wurfattacken von Linkem Gegendemonstranten. Zwei Personen aus dem rechten Lager wurden festgenommen.
Rund 1.200 FPÖ-Anhänger hatten sich laut Polizeiangaben am Viktor Adler-Markt eingefunden. "Wir stehen zu Dir, weil Du ein aufrechter Demokrat immer gewesen bist", holte Strache während seiner Rede Graf auf die Bühne. Dieser ließ sich von der Menge bejubeln.
Auch sonst verteidigte Strache den von den anderen Parteien als hetzerisch kritisierten Wahlkampf der FPÖ. "Man will uns offenbar zu den Verfolgten der Neuzeit machen", sah er sich und seine Partei abermals in der Opferrolle. "Es gibt wirklich ein Naziproblem, ein rotes Naziproblem", sagte er. Strache bekräftigte auch seine Ablehnung eines EU-Beitritts der Türkei.
Mölzer meldete sich zu Wort
Auch der eigentliche EU-Spitzenkandidat Mölzer kam kurz zu Wort. Er verurteilte das Cover der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "News", auf dem in einer Fotomontage Strache und Graf im Reichsparteitag zu sehen sind. Es sei ein Skandal, mit einem "Verbrecher wie Hermann Göring" und einem "Jahrhundertverbrecher" wie Adolf Hitler verglichen zu werden. Die Gegendemonstranten auf dem Platz bezeichnete er als "gewaltbereites Gesindel" und Anarchisten.
Die Linken Demonstration starteten während der Rede von Strache Wurfgeschoss-Attacken in Richtung der blauen Kundgebungsteilnehmer. Die geworfenen Eier, Erädpfel und Bierdosen trafen allerdings großteils die Polizisten. Auf der FPÖ-Seite postierte kahlköpfige, selbst erklärte "Jungmannen" reagierten mit "Ausländer raus"- und "Zick-zack-Zigeunerpack"-Sprechchören.
Zwei Personen wurden festgenommen. Beide seien dem rechten Lager zuzuordnen, teilte die Polizei der APA mit. Vorgeworfen wird ihnen Widerstand gegen die Staatsgewalt. Die Polizei hatte versucht, eine Auseinandersetzung zwischen linken Demonstranten und FPÖ-Sympathisanten zu schlichten, als es zu den Vorfällen kam. Auch zwei Anzeigen gegen Personen, die die Abschlusskundgebung gestört hatten, wurden erteilt.
(apa/red)
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