"EU-Parlament, bitte was?" Österreicher haben kaum Ahnung über EU-Institutionen
- 69 Prozent fühlen sich über "weniger gut" informiert
- Gut-Informierte wollen am 7. Juni eher wählen gehen
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Eine deutliche Mehrheit der Österreicher (69 Prozent) fühlt sich über Arbeit und Aufgaben des EU-Parlaments "weniger gut" oder "so gut wie gar nicht" informiert - davon jeder Fünfte (21 Prozent) so gut wie gar nicht. Das eruierte eine Studie des Instituts für Empirische Sozialforschung (IFES) im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE). 55 Prozent glauben demnach, dass das EP einen sehr großen oder großen Einfluss auf die Entscheidungen der EU hat. Mitte 2008 waren es noch 49 Prozent.
Bei jenen, die über die Arbeit des EU-Parlaments ihrer Einschätzung nach gut Bescheid wissen, bilde sich eine überdurchschnittlich hohe Bekundung einer sicheren Wahlbeteiligung ab, so die Studie. 49 Prozent der Gut-Informierten wollen wählen gehen, im Gegensatz zu 34 Prozent bei den Nicht-Informierten.
Das Informiertheitsgefühl der Österreicher über die Arbeit und Aufgaben des EU-Parlaments (EP) hält sich nach wie vor in Grenzen: 30 Prozent fühlen sich darüber sehr gut oder gut informiert. Informationsdefizite finden sich in höherem Maße bei Befragten unter 26 Jahren, aber auch bei den mittleren Altersgruppen liege der Anteil der Informierten zum Teil unter 30 Prozent. Selbst unter den Akademikern bestätigen nur vier von zehn Befragten, über die Arbeit und die Aufgaben des EP gut informiert zu sein.
Gut-Informierte gehen eher wählen
Von den Gut-Informierten sprechen sich der Studie zufolge 81 Prozent für einen Verbleib unseres Landes in der EU aus, und nur 15 Prozent dagegen. Bei den Wenig-Informierten sind 63 Prozent für die EU-Mitgliedschaft, und schon jeder Vierte dagegen. (apa/red)
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