Sonntag, 7. Juni 2009

Nach Doppelmord in Heurigemlokal: Polizei stellt den mutmaßlichen Täter in Bulgarien

  • Polizei: Augenzeugen sprachen von zwei Männern
  • Gesuchter weißer Peugeot schon vor Tat aufgefallen

Nach dem Doppelmord an einem Heurigenwirtsehepaar in Pachfurth (Bezirk Bruck a.d. Leitha) ist der Tatverdächtige in Bulgarien festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg wird die Auslieferung des 48-Jährigen nach Österreich beantragen. Nach dem Mann war eine gezielte Fahndung mit internationalem Haftbefehl eingeleitet worden.

Der Verdächtige wurde laut Staatsanwalt Friedrich Köhl an seinem Wohnort verhaftet. Dort war auch der gesuchte Pkw geparkt. Das mutmaßliche Fluchtfahrzeug soll sichergestellt und eine Hausdurchsuchung durchgeführt werden. Über eine Befragung des Verdächtigen in Rumänien lagen dem Staatsanwalt noch keine Informationen vor.

Laut Zeugenbefragungen war der weiße Peugeot 205 mit bulgarischem Kennzeichen bereits am Pfingstwochenende in der Region aufgefallen. Mit dem Auto sollen zwei Männer unterwegs gewesen seien. Dass der entscheidende Tipp zur Ausforschung des 48-Jährigen dann von der Wiener Polizei kam, dürfte laut Köhl stimmen. Laut "Kurier" war der weiße Peugeot nämlich vor kurzem in Wien aufgrund einer Anrainer-Anzeige kontrolliert worden - in dem Fahrzeug hatten zwei Männer geschlafen. Dieser zweite Mann sei "eher nicht intensiv" verdächtig, sagte der Staatsanwalt.

Tochter identifizierte Täter
Der Tageszeitung zufolge gelang es mit Hilfe bulgarischer Sicherheitskräfte, den Hauptverdächtigen auszuforschen und ein Foto sicherstellen, auf dem die schwer verletzte Tochter den Mann als mutmaßlichen Täter identifizierte.

Am späten Abend des Pfingstmontags war das Ehepaar Christoph (50) und Monika T. (49) nach der Sperrstunde in seinem Heurigenlokal erschossen worden. Tochter Tamara (21), die Hilfeschreie und Schüsse gehört hatte und Nachschau hielt, wurde von einem Projektil aus einer Pistole in den Rücken getroffen und schwer verletzt.
(apa/red)

7.6.2009 22:16