Vierte heimische Schweinegrippe-Infektion:
Patient steckte sich in Niederösterreich an
- Allen bisher Erkrankten gehe es verhältnismäßig gut
- Infektionen in Österreich verliefen bislang glimpflich

·3. Schweinegrippefall
in Österreich gemeldet
Junger Mann wird im
LKH St. Pölten behandelt
·10 wichtige Fragen zur Schweinegrippe
Wie gefährlich es ist
und wie man sich schützt
·Die wichtigsten Fragen & Antworten
Was ist Schweinegrippe und wie ernst ist sie?
Aus dem Landesklinikum St. Pölten ist der vierte Fall von Schweinegrippe in Österreich gemeldet worden. Der Erkrankte dürfte sich bei einem jungen Niederösterreicher angesteckt haben, der mit Grippesymptomen im gleichen Krankenhaus stationär aufgenommen wurde. Er stammt aus dessen persönlichen Umfeld, sagte Sigrid Rosenberger, Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Bereits am Dienstag war bei einem Grazer eine H1N1-Infektion diagnostiziert worden. Allen Erkrankten gehe es den Umständen entsprechend gut.
Der zuletzt gemeldete Patient wurde bereits gestern prophylaktisch behandelt. Er stammt aus dem Umfeld jenes Niederösterreichers, der sich am 30. Mai auf dem Rückflug von New York nach Österreich mit dem Virus infiziert haben dürfte. Es sei laut Ministerium üblich, dass alle Personen aus dem engsten Umfeld vorsorglich behandelt würden.
Beim steirischen Patienten warte man das Ende einer viertägige virusfreien Frist ab, bevor man den jungen Mann von der Isolierstation des LKH Graz-West entlasse, sagte der steirische Landessanitätsdirektor Odo Feenstra am Donnerstag. Der Steirer war nach seiner Rückkehr von einer USA-Rundreise am Pfingstwochenende vom Hausarzt ins Spital überwiesen worden. Ein Schnelltest wurde am Dienstag durch virologische Labortests bestätigt.
Bisher leichte Verläufe
Bei allen vier bisher bestätigten Fällen handle es sich um leichte Grippeverläufe. Den Patienten gehe es dem Umständen entsprechend gut.
Der erste österreichische Ansteckungsfall trat am 29. April bei einer 28-jährigen Guatemala-Urlauberin auf, die sich ebenfalls bei einem Flug über New York angesteckt haben soll. Am 2. Mai konnte die Frau nach einer Behandlung mit antiviralen Medikamenten das Spital gesund verlassen. Insgesamt gab es in Österreich laut dem Gesundheitsministerium neben den drei bestätigten Infektionen bisher 52 eindeutig negative Verdachtsfälle. Einen Auftrag für eine Impfstoffproduktion gibt es nach wie vor nicht.
(apa/red)
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