Muzicant bereit für "Friedensgipfel": IKG-
Präsident stellt aber Forderungen an Graf
- Soll aus der Burschenschaft Olympia austreten
- Auch keine Vorträge von Holocaust-Revisionisten

·Unser Hohes Haus
als zahnloser Tiger
Verbalattacken von Graf bleiben völlig ohne Folgen
·"Bin wegen Graf nicht mehr im Parlament"
NEWS: Vranitzky über Rückgrat gegen Rechts
·Strache stellt sich
hinter Grafs Sprüche
FORMAT: FP-Chef stärkt
Parteimitglied den Rücken
·Graz: "Hitlergruß"
bei FPÖ-Kundgebung
Staatsanwaltschaft wird ein Verfahren einleiten
·Yo Strache: Armes Anbiedern an Hip-Hop
"EU-Rap": Wenn's ganz peinlich holpert. VIDEO!
Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, nimmt die Einladung des Dritten Nationalratspräsidenten Graf von der FPÖ zu einem Gespräch an. Allerdings sei er dazu nur bereit, "um tatsächlich etwas zu ändern", heißt es in einem Brief an Graf. Darin werden an Graf, der wegen Kritik an Muzicant unter Beschuss geraten ist, auch Forderungen gestellt.
So soll Graf etwa die Mitgliedschaft bei der vom DÖW als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft Olympia beenden. Muzicant will außerdem, dass "Holocaust-Leugner und Holocaust-Revisionisten wie David Irving, Moshe Arie Friedman und Walter Marinovic von FPÖ-Mandataren und FPÖ-Funktionären nicht mehr eingeladen werden". Weiters sollen Graf und FPÖ-Chef Strache ihre "wiederholten Anträge auf Aufhebung des Verbotsgesetzes" zurückziehen und richtig stellen, dass Israel keine Absichten habe, der EU beizutreten.
Sollten seine Forderungen erfüllt werden, wolle er seine Homepage "www.kellernazisinderfpoe.at" schließen und seine Kritik einstellen, versprach Muzicant. Seine Vorwürfe an die Partei wiederholt er jedenfalls in dem Brief: Die FPÖ-Funktionäre würden Friedman, einen "notorischen Hochstapler", "Zechpreller" und "Holocaust-Revisionisten" unterstützen, und zwar "sowohl in wirtschaftlicher als auch juristischer und politischer Hinsicht".
Der FPÖ-Slogan "Abendland in Christenhand" sei "Hetze übelster Art" und die Warnungen der Partei vor einem EU-Beitritt Israels hätten einen "antisemitischen Hintergrund". Für "reinen Antisemitismus" hält Muzicant auch eine parlamentarische Anfrage der Freiheitlichen an Jutizministerin Bandion-Ortner. In dieser wolle die FPÖ wissen, wie nahe der Immobilienhändler Ernst S., der des Betrugs verdächtigt wird, der IKG und jüdischen Persönlichkeiten steht, nur weil S. Mitglied der Kultusgemeinde sei.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
