Mittwoch, 27. Mai 2009

Die-EU-Geldmaschine des Andreas Mölzer

  • Kurt Kuch über Österrreichs faulsten Politiker
  • PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Erinnern Sie sich noch an den FPÖ-Politiker Peter Sichrovsky? Vor ziemlich genau zehn Jahren stand er im Mittelpunkt einer EU-Spesendebatte, weil er seine eigene Frau zur solide bezahlten parlamentarischen Assistentin gemacht hatte. Die Affäre sorgte damals für viele Schlagzeilen und bescherte den Blauen ein Ergebnis, das weit unter den hochtrabenden Erwartungen lag.
In den letzten zehn Jahren ist viel passiert: Die monatliche Pauschale, aus der EU-Abgeordnete ihre Mitarbeiter bezahlen, ist von damals 131.534 Schilling (9.558 Euro) auf heute enorme 17.000 Euro (233.925 Schilling) angeschwollen. Und der aktuelle EU-Mandatar der FPÖ heißt nicht mehr Sichrovsky, sondern Andreas Mölzer. Einzig: Hat sich sonst irgendetwas geändert?

Das Politikbusiness des Herrn Mölzer
Klar ist: Andreas Mölzer beschäftigt nicht seine Frau als Assistentin. Allerdings: Seine Assistenten heißen unter anderem Bernhard Tomaschitz und Dimitrij Grieb. Und das ist mehr als aufschlussreich:
Denn Andreas Mölzer ist auch Herausgeber der stramm rechten Postille „Zur Zeit“. Die steht im Eigentum einer „W3“ VerlagsgmbH. Diese ist wiederum unbeschränkt haftender Gesellschafter der „W3“ VerlagsgmbH & Co Treuhand KEG. Der Kommandidist dieser KEG ist – richtig geraten – Andreas Mölzer. Die Pointe: Chefredakteur von „Zur Zeit“ ist Assistent Tomaschitz, Chef vom Dienst Assistent Grieb. Noch besser: In der „Zur Zeit“ des EU-Abgeordneten Mölzer erschienen zumindest 122 Artikel, die mit dem Logo des EU-Parlamentes versehen und als „bezahlte EU-Information“ deklariert waren.
Das ist die wahre Bilanz des EU-Abgeordneten Mölzer. Und die sieht für Mölzer weit besser aus als seine Arbeitsbilanz im EU-Parlament, wo er als faulster österreichischer EU-Abgeordneter glänzte.
Da wirkt es fast nebensächlich, dass Mölzers Sohn Wendelin im FP-Klub für EU-Agenden zuständig ist.

27.5.2009 16:07