Wer darf mit dem Opel heimfahren?
Magna offenbar mit den besseren Karten
- GM und Magna treffen eine Rahmenvereinbarung
- Deutsche Regierung muss aber noch zustimmen

·"Wir sind alle bereit,
eine Lösung zu finden"
Opel-Betriebsräte glauben
weiter an eine Einigung
·GM einigt sich doch noch mit Gläubigern
Umschuldung geplant: Insolvenz wahrscheinlich
·Magnas Standort in
Graz nicht gefährdet
CEO Wolf gibt Garantie
für Produktionsstätte
·Magna bietet beste Perspektive für Opel
Alle drei Bieter planen Stellenabbau im Konzern
Eine Opel-Rettung rückt offenbar immer näher: Seit zirka 21 Uhr sind zum neuen Übernahmekonzept des österreichisch-kanadischen Autozulieferers Magna die politischen Gespräche der deutschen Regierung und der Ministerpräsidenten im Gange. Davor hatten Fachleute das Angebot unter die Lupe genommen, auf das sich Magna mit dem amerikanischen Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) verständigt hatte. "Es gibt Fortschritte bei den Beratungen", hieß es aus Regierungskreisen.
Das Konzept werde jetzt von den zuständigen Ministern und Ministerpräsidenten ausgewertet. Magna werde dabei von seinem Europa-Chef Siegfried Wolf vertreten, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei auch dabei. Die Bundesregierung hatte die Einigung auf ein neues Konzept zur Voraussetzung für ihre Treuhandlösung für Opel gemacht.
Ein baldiges Ende der Gespräche im Kanzleramt ist aber nicht in Sicht. Angaben aus Verhandlungskreisen zufolge könnten sich die Gespräche hinziehen.
Am Nachmittag hatten zunächst die Staatssekretäre des Wirtschafts-und Finanzministeriums mit ihren Fachbeamten das neue Magna-Konzept geprüft. Seit dem Abend berät Merkel mit Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier, Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD), Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und den Ministerpräsidenten der vier Bundesländer mit Opel-Standorten über den geplanten Magna-Einstieg.
Die Grundsatzvereinbarung zwischen GM und Magna ist eine Voraussetzung für die Rettung von Opel. Die Regierung und die vier Bundesländer wollen für den Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro an Opel bürgen, damit der Autobauer auch im Falle einer GM-Insolvenz über die Runden kommt. Dazu soll ein Treuhänder eingesetzt werden, bei dem die Opel-Anteile bis zum Einstieg eines Investors geparkt werden sollen. Darauf hatte man sich bei einem ersten Opel-Gipfel nicht mit der US-Seite einigen können.
(apa/red)

