Mittwoch, 27. Mai 2009

In Deutschland wird nichts mehr teurer:
Inflation erstmals seit der Wende bei 0,0 %

  • Konsumenten dürfen nun auf sinkende Preise hoffen
  • Niedrige Energiekosten halten Inflationsrate gering

Der Ölpreisrückgang hat die Inflationsrate in Deutschland erstmals seit der Wiedervereinigung auf null gedrückt. Die Jahresteuerung blieb im Mai überraschend unverändert. Dies gab es in Westdeutschland zuletzt im Mai 1987. Hintergrund ist die dämpfende Entwicklung der Energiepreise. Von April auf Mai sanken die Kosten für die Lebenshaltung im Schnitt um 0,1 Prozent.

Experten gehen davon aus, dass die Verbraucherpreise in den nächsten Monaten sogar sinken und im Juli ihren Tiefstand erreichen. Ab August dürfte die Inflationsrate wieder anziehen.

Im Zuge der sinkenden Ölpreise bewegt sich die Inflation in Deutschland seit Monaten auf historisch niedrigem Niveau. Im Sommer 2008 erreichte die Jahresteuerung noch ein 15-Jahres-Hoch von 3,3 Prozent - gleichzeitig notierte der Ölpreis auf seinem Rekordhoch von knapp 150 Dollar. Doch seitdem haben sich Benzin und Diesel deutlich verbilligt, der Preisdruck ließ immer weiter nach und lag im April bei 0,7 Prozent.

Analysten hatten für Mai mit einer Jahresteuerung von 0,2 Prozent gerechnet und einen Anstieg der Verbraucherpreise zum Vormonat von 0,1 Prozent erwartet.
(apa/red)

27.5.2009 17:50