Neuauflage des letztjährigen NHL-Finales: Crosby, Malkin und Co. wollen Revanche
- Pittsburgh in Final-Serie wieder gegen Detroit
- Titelverteidiger Red Wings will Dutzend voll machen

Erstmals seit 25 Jahren steigt in der NHL eine Neuauflage des Vorjahresfinales. 1984 gelang den Edmonton Oilers gegen die New York Islanders die Revanche für die Endspielniederlage im Jahr davor und der Start in die Erfolgsära des Wayne Gretzky. Ab Samstag wollen die Pittsburgh Penguins die Detroit Red Wings in der "best-of-seven"-Serie um den Stanley Cup entthronen. Für die Jungstars Sidney Crosby (21 Jahre) und Jewgenij Malkin (22), das aktuell beste Sturm-Duo der Liga, soll es ebenfalls der Start in eine neue Erfolgsära sein.
Crosby mit 14 Toren und 28 Punkten sowie Malkin mit 12 Treffern und ebenfalls 28 Punkten führen die Play-off-Statistik der NHL souverän an. Beim "sweep" (4:0 Siege) im Halbfinale gegen die Carolina Hurricanes war das Duo nicht zu halten. "Wenn sie weiter so aufspielen, wird es schwer für uns, die Serie zu gewinnen. Du kannst solche Spieler nicht stoppen, aber wir dürfen sie nicht das machen lassen, was sie gegen Carolina gemacht haben", drückte Detroits General Manager Ken Holland seinen Respekt vor den beiden Star-Pinguinen aus.
Crosby und Malkin sind die großen Hoffnungsträgern in Pittsburgh, das erst zweimal, angeführt unter dem aktuellen Eigentümer Mario Lemieux, 1991 und 1992 den Stanley Cup geholt hat. Sie sind reifer als im Vorjahr, in Top-Form, und nach der Vorjahrespleite heiß auf den Pokal. "Manchmal bekommst du nie wieder die Chance, zu gewinnen. Aber wir haben die Chance und wollen das Beste daraus machen", erklärte Crosby.
Im Vorjahr machten die Red Wings in den ersten zwei Heimspielen (4:0 und 3:0) kurzen Prozess und legten damit den Grundstein zum Erfolg. Nun wollen sie als erste Mannschaft seit 1998 den Triumph wiederholen - auch damals gelang das den Red Wings. Allerdings hat Detroit, das mit dem zwölften Erfolg das Dutzend voll machen kann, mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Der schwedische Starverteidiger Nicklas Lidström und der russische Stürmer Pawel Datsjuk, Center der ersten Linie, sind angeschlagen.
Im Fokus steht besonders Marian Hossa. Der slowakische Stürmer war nach der Final-Niederlage mit Pittsburgh vor einem Jahr nach Detroit gewechselt. "Das war eine schwere Entscheidung. Ich hatte das Gefühl, in Detroit eine etwas bessere Chance auf den Cup-Gewinn zu haben", sagt Hossa. Bis spätestens 12. Juni wird sich zeigen, ob er richtig lag.
(apa/red)
