Freitag, 29. Mai 2009

Blond, 18 Jahr' & eine Berlusconi-Gefahr:
Der Regierungschef unter Dauerbeschuss

  • Mutter von Noemi Letizia weist alle Vorwürfe zurück
  • 50 Frauen: Neuer Bericht über "Berlusconis Harem"

18 Jahr', blondes Haar und eine Berlusconi-Gefahr: Italiens Regierungschef gerät eine Woche vor den Europawahlen wegen seines unklaren Verhältnisses zu einer 18-jährigen Schülerin immer stärker unter Druck. Kein Tag vergeht ohne Enthüllungen über das Privatleben des Ministerpräsidenten. Sein Ehekrach mit seiner Noch-Gattin Veronica Lario, seine Vorliebe für junge Frauen und die rätselhafte Beziehung zur jungen Neapolitanerin Noemi Letizia sind mittlerweile zu einer Staatsaffäre aufgerückt, die europäische Wahlthemen total in den Hintergrund gestellt hat.

Italiens prestigereichste Tageszeitungen widmen täglich den Skandalen um Berlusconis Privatleben mehrere Seiten, während die Opposition die Ehrwürdigkeit eines Regierungschefs, der "mit Minderjährigen verkehrt", infrage stellt.

"War nie seine Liebhaberin"
Nun meldete sich erstmals Anna Palumbo, die Mutter der 18-jährigen Noemi Letizia, zu Wort. Sie bestritt entschieden eine Affäre zwischen Berlusconi und ihrer Tochter. Im Gespräch mit der Turiner Tageszeitung "La Stampa" dementierte sie außerdem Medienspekulationen, sie selbst habe in den vergangenen Jahren eine Beziehung zu Berlusconi gehabt und Noemi sei seine Tochter. "Ich war nie Berlusconis Liebhaberin, sowie es nicht meine Tochter ist. Ich würde nicht in einer 75 Quadratmeter großen Wohnung in einem Vorort Neapels leben, wäre ich Berlusconis Freundin gewesen. Ich halte diese Situation nicht mehr aus. Es ist eine riesige Qual zu sehen, wie die eigene Tochter als Lolita dargestellt wird", sagte Palumbo.

"Noemi gut behandelt worden"
Die 47-Jährige bestätigte, dass ihre Tochter mit einer Schulkollegin zu Silvester in der Luxusvilla Berlusconis auf Sardinien gewesen sei, wie italienische Medien berichtet hatten. "Ich habe sie selber zum Flughafen begleitet. Es gibt nichts zu verbergen. Noemi ist gut behandelt worden. Eingeladen waren nicht nur junge Frauen, wie geschrieben wurde, sondern auch Paare und Pier Silvio Berlusconi, Sohn des Premierministers. Es wurde getanzt, gegessen, gesungen. Ein normales Fest also. Am nächsten Tag war meine Tochter wieder zu Hause. Sie hat keine Geschenke bekommen, keine Gegenstände und kein Geld", versicherte Anna Palumbo.

Berichte über "Berlusconis Harem"
Inzwischen muss Berlusconi weitere Attacken hinnehmen. Das Wochenmagazin "L'Espresso" veröffentlichte einen Bericht mit dem vielsagenden Titel "Berlusconis Harem". Daraus geht hervor, dass der damals noch als Oppositionschef amtierende Berlusconi 50 junge Frauen im Alter von 20 und 30 Jahren nach Sardinien eingeladen habe, um in seiner Luxusvilla Neujahr 2007/08 zu feiern. Die Frauen, darunter mehrere Schauspielerinnen und Showgirls, seien mit Berlusconis Privatflugzeug nach Sardinien geflogen worden. Berlusconi habe jeder ein Schmuckstück, ein Collier mit einem Schmetterling, geschenkt. Jede Frau durfte auf Kosten des Medienzaren für 2.000 Euro shoppen. Berlusconis Rechtsanwalt Nicolo Ghedini bestritt den Bericht und kündigte eine Klage gegen das Magazin wegen Verleumdung an.

(apa/red)

29.5.2009 14:15
Hansaustirol, 30. 05. '09 11:01
der Hilferuf der korrupten Linken
die Hetzkampagne gegen den italienischen Regierungschef wird nun auf den Privatbereich erweitert, da er Erfolge mit seinem Regierungskonzept aufweisen kann. Österreicher haben in die italienische Politik wenig einblick, außer man lebt in diesem Land, so wie ich. 50 Jahre kommunischtische Regierungsbeteiligung prägen dieses Land nach wie vor, die Unterschiede zwischen Nord und Süd sind unglaublich und für Österreicher nicht vorstellbar. Die politische Landschaft ist katastrophal, von einem freien Land kann hier nicht die Rede sein. Überdimensionale Bürokrati und keine Arbeitsmoral im Süden. Seit Generationen gibt es Schattenregierungen in Form von "Vereinigungen" die alle Gesellschaftsbereiche betrifft. Die Linke wird immer schwächer, mit Sachargumenten ist Berlusconi nicht beizukommen.