Mittwoch, 27. Mai 2009

Was kann Martin Graf noch alles tun? Protestmail von Muzicant an Politikspitze

  • Lesen Sie das ganze Schreiben im genauen Wortlaut
  • E-Mail an Kanzler, Vizekanzler und Klubobleute

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, hat sich in einem E-Mail an Kanzler, Vizekanzler sowie das Nationalratspräsidium und die Klubobleute von SPÖ, ÖVP und Grünen gewandt, um gegen Anwürfe durch den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf zu protestieren. Graf hatte Muzicant vorgeworfen, mit seiner Kritik an islamfeindlichen und antisemitischen Parolen der FPÖ, als "Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus" aufzutreten. Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich übermittle Ihnen beiliegend einen Artikel des Dritten Präsidenten des Nationalrats Graf vom 21. Mai 2009 in der "Neuen Freien Zeitung", worin er über den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde unter anderem schreibt: "Verlängerter Arm des Herrn Muzicant ist der gewalttätige Mob auf der Straßen, er schafft ein Klima der Brutalität, weswegen sich viele Menschen fragen, ob er nicht der Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus sei.... dahinter verstecken sich gewalttätige Anarchisten-Banden, die die Bürger in Angst und Schrecken versetzen und die Demokratie in unserem Land destabilisieren wollen."

Dies schreibt der Dritte Präsident des Nationalrats Graf wohlweislich unter dem Mantel der Immunität eines Nationalratsabgeordneten.

Ich frage Sie, was ein Präsident des Österreichischen Nationalrats noch alles tun und sagen kann, bevor ihm das Misstrauen ausgesprochen wird und hier unmissverständliche Konsequenzen gesetzt werden.

In Erwartung Ihrer geschätzten Stellungnahme verbleibe ich,

mit freundlichen Grüßen

Dr. Ariel Muzicant

Präsident

27.5.2009 17:05
Viennese, 03. 06. '09 20:19
Muzikant, die Grünen,die Spö und News
Hat Muzikant vielleicht schon Aktien vom Gruner+Jahr Verlag? Denn die morgen erscheinende Nummer ist so glaube ich ein Fall für den Staatsanwalt! News kriecht dem Hr.Muzikant ja schon hinten hinein und gibt dann Erklärungen von diesem " Aufdecker" Pilz. Anregungen daß sich Muzikant in Israel engagieren soll werden natürlich überhört. Dort könnte er auch nicht den großen Max spielen. Man kann sich nur über unseren lächelnden Bundeskanzler wundern, wie lange läßt er noch Österreich beschmutzen?
murli10, 31. 05. '09 21:14
muzicang schadet österreich
es ist ein wahnsinn wie hilflos unsere politiker diesen herrn muszicant hofieren.er kann tun und lassen was er will, schuld sind immer die anderen. glaubt er wirklich, dass mit einer fast stündlichen meldung, wie schlimm es im "Naziland" österreich ist, die im bekannten krieg gefallenen oder ermordeten menschen wieder auferstehen werden. er soll doch bitte einmal sagen, wie er sein naziproblem lösen würde. vielleicht einführung der todesstrafe, lebenslänglich hinter gitter. bitte herr muzicant, machen sie einmal vernünftige vorschläge wie man das problem, dass es in erster linie nur für sie gibt, lösen könnte. machen sie nicht immer österreich und seine bürger schlecht. ihre art gegen das verhalten der rechten aufzutreten, könnte auch menschen dazu motivieren, gerade deshalb rechte parteien zu wählen.
Ulf01, 30. 05. '09 18:13
@gfb48 bzgl. FPÖ Klientel
Ich wähle seit Jahrzehnten und habe noch nie blau gewählt. Welche Hetzkampagne aber jetzt gegen einen Politiker veranstaltet wird der endlich einmal die Wahrheit sagt erinnert mich an das was der Vatikan vor Jahrhunderten mit Wissenschaftlern gemacht hat die sich nicht der allgemeinen Doktrin angeschlossen haben. Somit sehe ich jetzt überhaupt keine andere Möglichkeit als FPÖ zu wählen.
Pospisil, 29. 05. '09 17:46
Die Postings hier und anderswo in Österreich
belegen mehr als deutlich, dass Österreich ein massives Problem mit der Vergangenheitsbewältigung - und alles, was das mit der Gegenwart und Zukunft für Österreich und für die Österreicher bedeutet - ein massives Problem hat.

Die zahlenmäßig offenbar hohe Anzahl an Betroffenen sehen es natürlich nicht ein, was, wenn man die Postings hier liest, sehr eindeutig wird. Es ist eigentlich enorm traurig, sich hier durchzulesen. Dieses Gemisch aus Trotzigkeit, Stolz, Judenhass und Arroganz ist ganz einfach ekelerregend. Es regt dazu an, dies kleines, spießiges (aber leider sehr schönes und friedliches) Land für immer den Rücken zu kehren und seine Heimat - da sie ja hier nicht gefunden werden kann - woanders zu suchen.
maultier, 29. 05. '09 22:14
Re: Die Postings hier und anderswo in Österreich
gute Reise
gfb48, 30. 05. '09 10:51
Re: Die Postings hier und anderswo in Österreich
Gebe Ihnen völlig Recht! Nur die Erkenntnis, dass Niveau, Inhalt und Orthografie auf FPÖ Klientel hinweisen, lässt einen hoffen, dass diese postings (hoffentlich) nicht repräsentativ sind. Die Schreiber dieser Beiträge bräuchten nicht nur Nachhilfe in Geschichte und Ethik, sie sollten auch einen der Deutschkurse besuchen, wie sie für Ausländer angeboten werden - vielleicht können sie dort ihre Rechtschreibung etwas verbessern.
Zu Graf: eine Schande - aber leider hausgemacht - im wahrsten Sinne des Wortes: im Hohen Haus gemacht - und an Österreich bleibt es hängen!
Dieser Mensch ist unerträglich - nicht nur wegen seiner letzten Entgleisungen! Aber wer in dieser Partei ist tragbar? Für viele leider wählbar! Um mit Stadler (nicht mein Fall) zu sprechen: "Dümmlinge" wählen eben "Dümmlinge"
sidestep, 30. 05. '09 19:18
Re: Die Postings hier und anderswo in Österreich
Was Ihren Hinweis auf die Orthographie anbelangt. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen: Nach einem Doppelpunkt schreibt man GROß weiter!!!!
rodian, 01. 06. '09 11:03
Re: Die Postings hier und anderswo in Österreich
Ich weiß nicht warum wir immer wieder Vergangenheitsbewältigung machen sollen. Die es betrifft sind schon tot und unsere Generation war nicht dabei. Warum wird immer ein Unterschied bei Juden und anderen Völkern gemacht? Ich habe noch nie gehört das die Amis bei jeder Gelegenheit sich zu Ihrer Ermordung von Mio von Indianern, Vietnamesen und Irakern je bekannt haben. Oder der Juden, die Heute bei jeder Gelegenheit überzogen reagieren, Palästinenser töten. Also bitte objektiv oder ruhig bleiben.
sidestep, 29. 05. '09 07:56
Ohen Folgen
Nun Herr Präsident Dr. Muzicant!
Ihr Protest-E-Mail ist ohne Folgen geblieben. Sie können es also als unerledigt zu den Akten legen. Auch wenn Ihnen vom vorauseilendem Gehorsam getragene, jedoch völlig unbedeutende Entschuldigungsschreiben rückgratloser Politiker noch zugehen werden. Vielleicht sollten Sie sich jetzt um die illegalen jüdischen Siedler im Gazastreifen kümmern. Da wäre viel Arbeit zu tun. Nur dort hätten Sie entsprechenden Widerstand zu erwarten nicht so, wie von den auf den vor Ihnen auf dem Bauch liegenden österreichischen Politiker alla Glawischnig - Piszcek, Heinz Fischer, Werner Faymann und wie sie alle heißen. Aber Sie liegen halt auch lieber im Faulbett in Österreich als sich an der harten Front in Israel zu bewähren, nicht wahr?
zombie69, 05. 02. '12 19:15
Re: Ohen Folgen
Tja, Muzicant bzw. seine Nachfolger werden aufgrund des demographischen Wandels in Europa zu Gunsten der muslimischen Bevölkerung ohnehin bald wesentlich leiser treten. Nur noch eine Frage der Zeit!
witthans, 28. 05. '09 15:08
Die Stellungnahme unseres Herrn Bundeskanzlers sollte lauten...
Da Sie Hr Muzicant bereits in der Vergangenheit österr. Minister mit NAZIs verglichen haben, haben Sie bewußt diese Provokationen eingeleitet bzw ausgelöst. Diese Vorgangsweise der gegenseitigen Vorwürfe bringt uns zwar nicht weiter, aber es würde ihnen sicher gut anstehen, wenn Sie sich im Gastland Österr. auch entsprechend zu Benehmen wüßten.
Des weiteren sollte die finanzielle Unterstützung der isral. Kultusgem. durch den österr. Staat drastisch reduziert werden, denn wie lange (es sind nun schon 64 Jahre vergangen) sollten wir noch für die Erb-Schuld bezahlen. Einmal muß auch Schluß sein, doch leider haben unser Politiker in dieser Angelegenheit die Hosen voll. Man sieht dies am besten an den jetzigen, überzogenen Reaktionen unserer Politiker.
silbermond66, 28. 05. '09 15:14
Re: Die Stellungnahme unseres Herrn Bundeskanzlers sollte lauten...
genau so sehe ich es auch, aber leider sind unsere
Politiker dazu nicht in der Lage, warum wohl?
Vasant, 28. 05. '09 15:45
Re: Die Stellungnahme unseres Herrn Bundeskanzlers sollte lauten...
Dem ist nichts hinzuzufügen!

Ich seh das Mail von Herrn Muzicant eigentlich nun als
Hetzkampagne, was man ja immer der FPÖ vorwirft!
Sichtlich gelten nicht die gleichen Regeln für ALLE
Politiker! Jeder sollte mal vor der eigenen Türe kehren!

Austeilen können viele in der Politik, aber einstecken
könnens ALLE nicht! Kindergarten und nur peinlich!
Und solche Leute haben wichtige Positionen? Kabarett!


Meine Meinung!
sidestep, 28. 05. '09 16:00
Re: Die Stellungnahme unseres Herrn Bundeskanzlers sollte lauten...
Sehr geehrter Herr "Witthans"!

Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen außer.... unser verehrter Herr Bundekanzler, der größte Anbiederer an Herrn Muzicant, wird die "Schneid" oder auch Mut genannt, das zu sagen, leider nicht haben!!!
Michl1200, 29. 05. '09 00:19
Re: Die Stellungnahme unseres Herrn Bundeskanzlers sollte lauten...
Wie war.Nur die Grünen müssen halt wiedermal dagegensteuern.Ich hoffe das die Grünen entlich die richtige schlappe erleiten.
pedronimus09, 28. 05. '09 13:34
Herr Dr. Muzicant
Es wäre wünschenswert wenn Hr.Dr. Muzicant sich um die Probleme in Israel einmischen würde. Zum Beisp. das Israel an die Grenzen von 1966 zurückgeht und aufhört den Palistinensern ihr Land zu stehlen und auch gleich unerlaubt dort Siedlungen baut. Dann werden auch sicher keine Raketen mehr auf Israel geschossen.
Präs. Obama verlangt dies ja auch von Israel, nur die wollen davon nichts wissen, weil Israel soll ja eine Weltmacht werden so ist der Plan, wohin das führt sollten aber gerade die Israelis wissen.
Die Österreichischen Politiker zu beschimpfen steht diesem Herrn überhaupt nicht zu, und braucht er sich auch nicht wundern wenn diese sich wehren.
Michl1200, 28. 05. '09 13:05
Muzicant
Ich frage mich,was kann die Regierung um entlich den Herrn Muzicant abzustellen.Er nögelt immer nur rum.Was Herrn Graf anbelangt,warum darf er seine Meinung nicht sagen?Gut manches geht unter die Gürtellienie,aber auch Herrn Muzicant ist nicht ohne.Also wie cman in den Wald reinschreit,kommt es heraus.Sonst gilt das was Herr Haider über Ariel sagte.
Wilfried1931, 28. 05. '09 12:00
Devote Politker
Die Äußerungen des Herrn Graf sind primitiv und auch ein Schwachsinn, um etwas zu behaupten sollte man auch Beweise für eine Richtihkeit haben, und was Herr Muzicant mit dem linken Mop zu tun hat weiß ich auch nicht, im Gegenteil der linke Mop greift auch Israel im Bezug zur Pälistinafrage an. Obama ist sicher der einzige der diese Frage am ehesten lösen kann, er hat die nötige Persönlichkeit. Aber Herr Muzicant sollte sich mit seinen Äußerungen ebenfalls zurückhalten er hat nicht das Recht Parteien und Wähler mit seinen Nazivergleichen zu beschimpfen, so schürt er ebenfalls Hass. Dafür sind Gerichte zuständig, sollte ein Vergehen vorliegen. Warum sich die ÖVP die Beleidigung ihres Minister Platter hat gefallen lassen ist wirklich fraglich, so devot scheint man nur in Felix Austria zu sein
sidestep, 28. 05. '09 10:51
Nur eine Gegenfrage
Was darf ein völlig unbedeutender Präsident der ... wie heißt der Verein doch noch... ach ja... - israelitischen Kultusgemeinde in Österreich noch ,bevor ihm das Misstrauen ausgesprochen wird und er eventuell vor Gericht kommt? Einen Minister der österr. Bundesregierung im Nov. 2007 in die Nähe des Massenmörders Adolf Eichmann rücken, den Generalsekretär der FPÖ Kickel mit dem Reichspropagandaminister Goebbels vergleichen und, und, und....? Packen Sie Ihr Päckchen und reisen Sie bitte dort hin, wo Sie sich wohl fühlen Herr Dr. Muzicant, Sie Agent Provocateur!
maultier, 28. 05. '09 15:08
Re: Nur eine Gegenfrage
solange Herr Muzicant und sein Club bei uns wie die Made im Speck leben kann und schleimige Politik Ihm die Stange hält wird sich so rasch nichts ändern.
waldgaenger, 27. 05. '09 20:50
ach wie wehleidig
Die Äußerung dass jemand der Ziehvater des linken Faschismus sei, erfüllt keinesfalls den Tatbestand der Herabwürdigung der religiösen Lehren, und kann auch nicht als antisemitisch bezeichnet werden. So sehr ich es ablehne die kritikwürdige Person Musikant so zu beschimpfen, so wenig glaube ich dass diese Devotheiten unserer Politiker uns weiterbringen.
Österreich wurde durch Vranitzky in den Holocausttango hineinegezogen, als die SPÖ mit ihm in ernstesten Schwierigkeiten war erfand sie dieses Abenkthema dass auch Österreich am Holocaust schuld sei.
Herr Musikant sollte sich überlegen ob er mit seiner aggressiven Besserwisserei und fordernden Kollektivschuldtheorie nicht für seine Religionsgemeinschaft Hypotheken für die Zukunft aufbaut.
maierhofer____, 27. 05. '09 18:41
Was viele nicht wissen
Wien war glaube ich sogar die Metropole mit der größten Lebensqualität 2008 der ganzen Welt...
sidestep, 28. 05. '09 11:20
Re: Was viele nicht wissen
Bis Muzicant und sein Verein kamen. Wie heißt es doch in einem Hildegard Knef Lied: Von nun an gings bergab!