Spektakuläre Prozesse am Gericht Salzburg:
Kindesmisshandlung & Betrug der "Baronin"
- 25-Jähriger soll kleine Tochter geschlagen haben
- "Baronin": Juwelier um 835.458 Euro erleichtert?
Das Landesgericht Salzburg ist heute Schauplatz zweier spektakulärer Verhandlungen: Ein 25-Jähriger muss sich wegen Kindesmisshandlung verantworten. Er soll seine damals acht Monate alte Tochter Nina geschlagen und geschüttelt haben, dass diese unter anderem ein Schädelhirntrauma erlitt. Im Prozess gegen die deutsche "Baronin", die den in Südafrika vermissten Juwelier Friedrich Heisler aus Zell am See um 835.458 Euro erleichtert haben soll, wird heute das Urteil erwartet.
Die kleine Nina hat heuer im März durch die Misshandlungen ein Schädelhirntrauma, Hintergrundblutungen an beiden Augen, Hämatome am Kopf und einen Handabdruck des Vaters an der linken Wange erlitten. Ob sie auch bleibende Schäden davontrug, ist zurzeit noch nicht absehbar. Das schwer verletzte Mädchen war von seinen Eltern ins Salzburger Landeskrankenhaus gebracht worden. Die Ärzte schlugen Alarm, die Kinderschutzgruppe des Spitals erstattete Anzeige. Nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt kam Nina in die vorläufige Obhut ihrer Großeltern. Der Beschuldigte musste in der Untersuchungshaft auf seinen Prozess warten.
Die 55-jährige "Baronin" aus Deutschland ist in Salzburg wegen schweren Betruges, Diebstahls und Urkundenfälschung angeklagt. Die Ostdeutsche soll den Juwelier Friedrich Heisler (67) um 835.458 Euro gebracht haben. Im August 2007 waren die beiden nach Südafrika gereist, die "Baronin" war aber alleine zurückgekehrt. Seither ist der Pensionist vermisst. In Deutschland wird gegen die Angeklagte deshalb wegen Mordes ermittelt. Im Salzburger Verfahren fanden schon mehrere Verhandlungstage statt, für heute hat das Gericht das Urteil angekündigt.
(apa/red)
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