Kosten für private Nachhilfe explodieren: Eltern müssen rund 18,4 % mehr zahlen
- Privatlehrer kassieren im Schnitt 22 pro Stunde ab
- Grund für Preisanstieg: Nachfrage offenbar größer

Die Kosten für Nachhilfe explodieren: Für eine Stunde durch Privatpersonen müssen durchschnittlich 22,06 Euro bezahlt werden. Das sind um 18,4 Prozent mehr als im Vorjahr bzw. um 52 Prozent mehr als noch 1996, wie aus der neu veröffentlichten jährlichen Erhebung der Arbeiterkammer (AK) über die Kosten der Nachhilfe hervorgeht.
Als Grund für den großen Preisanstieg nennt AK-Konsumentenschützerin Manuela Delapina den offensichtlich hohen Bedarf: "Jeder Preis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt, offensichtlich ist die Nachfrage entsprechend hoch", sagte sie gegenüber der APA.
Für den Test hat die AK die Preise von 77 privaten Anbietern und 27 Lerninstituten in Wien erhoben. Demnach kostet private Nachhilfe im Schnitt zwischen 12 und 33 Euro pro Stunde. Unterstützung in den Sprachen ist dabei mit zwölf bis 33 Euro (plus 20,1 Prozent teurer als 2008) etwas günstiger als Nachhilfe in Mathematik und Rechnungswesen mit 14 bis 33 Euro (plus 13,3 Prozent).
Lerninstitute teuer
Teurer ist die Nachhilfe in Lerninstituten: Der Einzelunterricht kostet dort zwischen 12 und 49 Euro bzw. im Schnitt 30 Euro, wobei der Preis gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben ist. In Kleingruppen kostet die Nachhilfe im Schnitt 18 Euro (zwischen 6 und 28 Euro), das ist um 14,4 Prozent mehr als 2008. Die großen Preisunterschiede bei den Lerninstituten erklären die Konsumentenschützer zum Teil durch die Zahl der gebuchten Unterrichtseinheiten bzw. Bindungsfristen: "Je mehr Nachhilfe-Stunden gekauft werden, desto billiger wird meist der Preis pro Stunde." (apa/red)
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