Opel-Mitarbeiter arbeiten an Notlösung: Übernehmen Beschäftigte das Unternehmen?
- Finanzierung durch Lohnverzicht und Rettungsfonds
- Unterdessen drei Konzepte von Investoren eingelangt

·Welcher Investor kann Opel noch retten
Fiat und Magna mit Gaz reichen Konzepte ein
·Einer, der Gold hat,
will die Regeln machen
Stronachs Magna geht
Allianz mit Russland ein
·Magna will bei Opel
nun aufs Ganze gehen
Mit russischer Hilfe wird
Mehrheitsanteil angepeilt
·Magna wirft Fiat den
Fehdehandschuh hin
Heftiges Ringen um die
deutsche Autofirma Opel
Die Beschäftigten des angeschlagenen deutschen Autobauers Opel arbeiten an einer Notlösung, sollte die Übernahme durch Fiat, Magna oder den Finanzinvestor Ripplewood scheitern. "Wenn alle Stricke reißen, würden die Arbeitnehmer und die Händler von Opel ein gemeinsames Offert vorlegen", sagte Betriebsratschef Klaus Franz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Summe könnte demnach bei 1,5 Mrd. Euro liegen. Davon entfielen 1 Milliarde Euro auf einen Lohnverzicht der Beschäftigten und weitere 500 Mio. Euro auf den Rettungsfonds, den die 4.000 Opel-Händler schon beschlossen haben.
Laut Franz wurde ein solches Offert bereits unter Einbeziehung von Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern vorbereitet. Es sei keine Mehrheitsübernahme der Arbeitnehmer geplant. Vielmehr solle die Mehrheit des Eigentümers General Motors (GM) auch im Aufsichtsrat erhalten bleiben. Grundsätzlich favorisiert wird jedoch der Einstieg eines Investors von Außen.
Zuletzt waren bei der deutschen Bundesregierung und bei GM die Konzepte der drei Opel-Interessenten eingegangen, die nun geprüft werden. Auch die Mitarbeiter wollen die Pläne kritisch beäugen. "Wir haben die Investoren für Anfang kommender Woche nach Rüsselsheim eingeladen, damit sie uns ihre Konzepte im Detail erläutern können", sagte Franz. Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna habe dies bereits zugesagt.
(apa/red)
