Dienstag, 19. Mai 2009

3 Bewerber buhlen um Braut namens Opel:
US-Investor neben Fiat & Magna interessiert

  • Ripplewood hat Konzeot für Übernahme vorgelegt
  • Über weitere Angebote herrscht derzeit Unklarheit

Mindestens drei Unternehmen wollen ein Angebot für den Einstieg beim angeschlagenen deutschen Autohersteller Opel vorlegen. Die deutsche Regierung geht davon aus, dass neben dem italienischen Fiat-Konzern und dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna auch der US-Investor Ripplewood ein Konzept für Opel einreicht.

Ob es darüber hinaus weitere Angebote gebe, sei nach Informationen der "Bild"-Zeitung noch unklar. Die Interessenten haben bis Mittwoch Zeit, ihre Konzepte beim Wirtschaftsministerium in Berlin und der Opel-Muttergesellschaft General Motors (GM) in den USA einzureichen.

Bereits vor knapp einer Woche hatte "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, dass auch Ripplewood eine Beteiligung an Opel erwäge. Über die Pläne des Investors wurde aber wenig bekannt, und der deutsche Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte später auf die in Brüssel börsennotierte Beteiligungsgesellschaft RHJ International, eine Ripplewood-Tochter, gemünzt, das Interesse eines Finanzinvestors habe zuletzt nachgelassen. RHJ International ist bei dem kriselnden Autozulieferer Honsel engagiert, der an seiner Sanierung arbeitet.
(apa/red)

19.5.2009 09:26