Dienstag, 19. Mai 2009

"The world in Vorarlberg is too small": Überraschendes Schlagzeilen-Comeback

  • Kuch: Spesenritter Gorbach "wieder aufgewärmt"
  • PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Hubert Gorbach, dereinst Vizekanzler in unserem Land, hat sich wieder einmal in die Schlagzeilen katapultiert. Sie erinnern sich an den Mann? Das war jener BZÖler, der nach seinem Abgang zwecks Jobsuche Briefe, die er in Mitleid erregendem Hauptschul-Englisch verfasst hatte, quer durch halb Europa schickte. Die damalige Kernbotschaft: „The world in Vorarlberg is too small“. For him, Hubert himself, versteht sich.

Außer Spesen nix gewesen. Jetzt steht Gorbach wieder mal im Mittelpunkt, weil er als Politiker unglaublich hohe Spesen produziert hat. Das Pikante dabei: Gorbachs Wiederauferstehung als schlagzeilenträchtigster Spesenritter des Landes ist ausgerechnet den Aktivitäten eines BZÖ-Politikers zu verdanken.
Denn Gerald Grosz – früher Pressesprecher der Orangen, heute Nationalratsabgeordneter – quält die Regierung seit einiger Zeit mit einer Serie parlamentarischer Anfragen. Grosz ist dabei einen ziemlich einfachen Weg gegangen: Er stellt heute als Oppositionspolitiker genau jene Anfragen, mit denen dereinst Grün und Blau die Regierenden ärgerten. Grosz geht sogar so weit, dass er eine blaue Anfrage an Innenministerin Maria Fekter teils wortident kopiert und als eigene Anfrage neu einbringt. Soll sein. Wahnsinnig durchdacht war das ohnehin nicht. Denn für Insider war klar, dass die Retourkutsche in Form von Gorbachs Spesenabrechnung nicht ausbleiben wird.
Einer Tageszeitung, die sich als Kontrollmedium geriert, war Gorbachs Spesenwahnsinn jetzt gar die Schlagzeile am Cover wert. So, als wäre nun etwas völlig Neues enthüllt worden. Einzig: Gorbachs Spesenprasserei wurde bereits vor mehr als fünf (!) Jahren aufgedeckt. Und zwar in NEWS 7/04 unter dem Titel „Spesenritter Hubsi der Erste“.
Es ist ein Kompliment, wenn die von NEWS einst veröffentlichten Zahlen noch heute bis auf die Kommastellen genau abgeschrieben werden.
Werte Kollegen: Herzlichen Dank für die Blumen!

19.5.2009 15:08