Dienstag, 19. Mai 2009

Juventus feuert Trainer Claudio Ranieri:
"Wollten Spieler schocken und wachrütteln"

  • Ciro Ferrara übernimmt vorerst Amt des Coaches
  • "Müssen Stolz und richtige Motivation wiederfinden"

Claudio Ranieri ist als Trainer von Juventus Turin entlassen worden. Der italienische Ex-Teamverteidiger Ciro Ferrara wird das Amt übernehmen. Zwei Runden vor Schluss hat Juventus als Dritter nur mehr einen Punkt Vorsprung auf das viertplatzierte Fiorentina und könnte damit noch die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League verpassen.

Der Klub von Alexander Manninger hat zuletzt sieben Liga-Partien in Folge nicht gewonnen. Ob Ferrara nur im Saisonfinish oder auch kommende Saison als Trainer arbeiten wird ist noch offen.

"Die Spieler müssen ihren Stolz und die richtige Motivation wiederfinden", meinte der langjährige Juventus-Verteidiger und dankte der Klub-Spitze für das in ihn gesetzte Vertrauen. Ferrara arbeitete bisher bei Juve als Boss der Nachwuchstrainer und fungiert im italienischen Nationalteam als Assistent von Cheftrainer Marcello Lippi. Als Cheftrainer hat Ferrara bis dato noch nie gearbeitet.

Juve zittert um Champions-League-Platz
"Die nächsten zwei Spiele sind unsere Zukunft", stellte Geschäftsführer Jean Claude Blanc klar. "Es ist nicht unsere Art, einen Trainer zu entlassen. Aber wir wollten die Spieler mit dieser Entscheidung schocken und wachrütteln", so Blanc weiter. Juve bangt zwei Runden vor Schluss um einen Platz den Top-Drei, die sich direkt für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren.

Der Vorsprung auf das viertplatzierte Fiorentina beträgt nach sieben sieglosen Partien nur noch einen Punkt, als Vierter müsste Juve in die Qualifikation. Ex-Teamspieler Ferrara ist bei Juve eine Interimslösung, in den italienischen Medienberichten werden Ex-Juve-Mittelfeldspieler Antonio Conte (führte Bari zurück in die Serie A), Luciano Spalletti (AS Roma) und Gian Piero Gasperini (FC Genoa) die ersten Kandidaten für die kommende Saison.

Auf dem Spielersektor sollen Diego (Werder Bremen) und Fabio Cannavaro (Real Madrid) ante portas stehen. Ranieri, der seit 2007 beim Rekordmeister im Amt gewesen war, hatte zuletzt in Turin immer mehr an Beliebtheit verloren. Auch bei den Fans, die u.a. die Nichtberücksichtigung von Topstürmer Alessandro Del Piero scharf kritisierten.

(apa/red)

19.5.2009 09:36