Sonntag, 24. Mai 2009

Da halfen ihm auch seine 55 Asse nicht:
Karlovic verliert trotz Rekord gegen Hewitt

  • Kroate verliert Monster-Spiel trotz 2:0-Satzführung
  • Titelverteidigerin Ivanovic mit erfolgreichem Start

Ivo Karlovic hat in der ersten Runde der French Open in Paris zwar einen tollen Rekord markiert, doch kaufen konnte er sich davon nichts. Der baumlange Kroate servierte gegen den Australier Lleyton Hewitt nicht weniger als 55 Asse (!) und verbesserte damit seinen eigenen Match-Rekord um vier. Doch der Sieger hieß nach 3:56 Stunden dennoch Hewitt: Er setzte sich nach 0:2-Satzrückstand mit 6:7(1),6:7(4),7:6(4),6:4,6:3 durch.

Hewitt war happy sich nach dieser Unzahl von Assen und vielen Service-Winnern seines Gegners trotz eines 0:2 in Sätzen durchgesetzt zu haben. "Das ist großartig. Gegen einen Typen wie ihn ist es fast mehr ein mentaler Kampf, vor allem nachdem man die ersten beiden Sätze im Tiebreak verloren hat", erklärte Hewitt, der aber vorbereitet war, über die volle Distanz zu gehen. "Und darauf bin ich heute wirklich stolz."

Bereits zuvor hatte Titelverteidigerin Ana Ivanovic, die mittlerweile auf Platz 8 zurückgefallen ist, das Turnier auf dem "Court Philipp Chatrier" eröffnet. Gegen die Sandplatz-Expertin Sara Errani aus Italien hatte sie allerdings einige Mühe, vor allem im ersten Satz. Letztlich setzte sie sich aber 7:6(3),6:3 durch. Ivanovic, die nach einer Knieblessur wieder schmerzfrei ist, gefällt übrigens die Bezeichnung "Titelverteidigung" nicht besonders.

Ivanovic greift an - verteidigt nicht
"Nun, man will jedes Turnier, das man spielt, gewinnen. Natürlich ist es eine große Ehre, hier Champion zu sein, aber es ist ein neues Jahr, ein neues Turnier, neue Gegner und ein neues Gefühl", meinte sie nach ihrem Auftaktsieg und ergänzte "ich will das Turnier gewinnen, und es nicht verteidigen."

Mühelos und jeweils in drei Sätzen haben sich der als Nummer acht gesetzte Spanier Fernando Verdasco, Marin Cilic (CRO-13) und der Russe Marat Safin (Nr. 20) für die zweite Runde qualifiziert.

Nicht gespielt und dennoch der Presse gestellt hat sich Gael Monfils, wie im Vorjahr möglicher Drittrunden-Gegner von Jürgen Melzer. Der Semifinalist des Vorjahres konnte sich der Journalisten-Nachfragen wegen seiner Verletzung kaum erwehren. Am Sonntag gab er bekannt: "Ich werde spielen, mein Knie schmerzt noch, aber ich bin ready für Dienstag."

Unterdessen erfreut sich Roland Garros erneut großer Beliebtheit. Für den Montag - so eine Mitteilung der Organisatoren - gibt es keinen einzigen Sitzplatz mehr. Die Anlage platzt ja jedes Jahr aus allen Nähten, 2008 wurde mit 455.417 Zuschauern ein neuer Rekord markiert. Ein neues, zusätzliches Stadion ist seit Jahren in Planung.
(apa/red)

24.5.2009 17:11