Nadal bei French Open klarer Topfavorit:
Spanier geht auf fünften Titel in Folge los
- Federers Hoffnungen nach Madrid-Sieg gestiegen
- Titelverteidigerin Ivanovic gibt sich optimistisch

·Roger Federer setzte ein Ausrufezeichen
Finalsieg über Nadal kurz vor French-Open-Beginn
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Alle Jahre wieder stellt sich die Frage, ob Rafael Nadal bei den French Open in Paris erneut triumphieren kann. Diesmal geht es für den Weltranglisten-Ersten beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres schon um den fünften Titel en suite. Besondere Spannung birgt aber diesmal die Tatsache, dass Nadal zuletzt im Finale von Madrid Roger Federer unterlegen ist. Die Hoffnungen des Schweizers, der so sehnlich auf den ersten Titel in Roland Garros wartet, sind damit stark gestiegen.
Federer geht in Paris auf seinen 14. Grand-Slam-Titel los, doch in den bisherigen 13 ist noch keiner in Paris dabei. "Vor ein paar Wochen war ich noch ein bisschen unsicher über mein Spiel oder ob ich die French Open gewinnen könne, aber jetzt bin ich sehr aufgeregt, nach Paris zu fahren", sagte ein erleichterter Federer nach dem ersten Titel seit Oktober 2008. Allerdings kam der Erfolg in der Höhenlage von Madrid, wo die Bälle schneller fliegen als in der Seine-Metropole.
Haushoher Favorit
"Roland Garros ist ein komplett anderes Turnier mit komplett anderen Bedingungen. Und jetzt habe ich eine Woche, um mich vorzubereiten", bemühte sich Nadal, allzu große Interpretationen dieser Niederlage vom Tisch zu wischen. Und Nadal ist natürlich weiterhin haushoher Favorit. Er könnte in Paris der erste Spieler überhaupt werden, der fünfmal en suite gewinnt (seit das Turnier 1925 international wurde). Seit 2005 hat Nadal 155 Matches auf Sand gespielt und nur lächerliche fünf verloren. Spielt sein Körper weiter mit, wird es Federer sehr schwer haben, seinen Traum zu verwirklichen.
Doch der lachende Dritte könnte Novak Djokovic sein: In Rom und Madrid scheiterte der Serbe erst jeweils im Endspiel an Nadal und in Madrid fehlte ihm im Halbfinale dreimal nur ein Punkt zum Sieg. "Es ist frustrierend, wenn man so gut spielt und nicht gewinnen kann. Das nächste Mal nehme ich zum Matchball zwei Rackets auf den Platz und versuche mit beiden zu spielen", scherzte Djokovic. Andy Murray hat zwar als erster Brite die Top 3 im Ranking erreicht, ihm fehlt der große Sanderfolg aber noch.
Ivanovic gibt sich optimistisch
Bei den Damen ist Ana Ivanovic Titelverteidigerin. Die hübsche Serbin gab nach einer Woche Pause wegen einer Knieblessur für Roland Garros Entwarnung. "Die Schmerzen und die Entzündung sind weg und ich konnte diese Woche trainieren. Ich habe derzeit ein gutes Timing und ich bin optimistisch für Paris", meinte Ivanovic, die nach ihrem Titel im Vorjahr zur Nummer 1 der Welt wurde und danach ihre Form verloren hatte. Nach Paris konnte sie nur noch das Generali Ladies in Linz gewinnen und liegt derzeit auf Platz 8 im Ranking. Auch wenn sie selbst optimistisch ist, wird sich die 21-Jährige gewaltig steigern müssen, will sie neuerlich an der Seine triumphieren. Verliert sie früh, dann fällt sie wohl aus den Top Ten.
Für ihre Landsfrau Jelena Jankovic, die das Jahr 2008 als Nummer 1 der Welt beendet hatte, ohne noch ein Major gewonnen zu haben, hat ihr Momentum in diesem Jahr verloren. Sie hatte über Weihnachten Gewicht zugenommen, weil sie ihre Muskulatur verstärkt hat. Ein Achtelfinale bei den Australian Open und ein Viertelfinal-Aus zuletzt in Madrid hat sie auf Platz 5 zurückfallen lassen. "Ich habe in Madrid viel mehr erwartet, aber das ist Geschichte. Ich muss mein Spiel bei den French Open steigern", verlautete sie zuletzt.
Safina greift nach ersten Grand-Slam-Titel
Die Vorjahresfinalistin Dinara Safina könnte mit ihrem ersten Grand-Slam-Titel ihre Nummer-1-Position im Ranking auch auf Major-Ebene belegen. Seit sie Nummer 1 ist, hat sie 14 von 15 Matches gewonnen, darunter die Titel in Rom und Madrid. Sie ist wohl die Topfavoritin, denn einer Serena Williams, bei der man nie genau weiß, in welcher Konstitution sie nach Paris kommt, darf man bei null Einzelsiegen in heuer drei Sandplatz-Turnieren nicht viel zutrauen.
Noch nicht viel erwarten darf man von Maria Scharapowa, die nach ihrem Comeback diese Woche in Warschau (Aus im Viertelfinale) noch nicht in Höchstform ist. "Ich habe keine Erwartungen für die French Open", stapelt die Russin tief.
(apa/red)
