Roger Federer setzte ein Ausrufezeichen: Rückenwind für Paris nach Sieg über Nadal
- Final-Triumph in Madrid über ewigen Rivalen
- Schweizer vor French Open mit neuer Zuversicht

·Top-Ten bleiben gleich
Tennis-Weltranglisten: Vor Beginn der French Open. Stand vom 27.05.2012
Nach dem Meisterstück von Madrid peilt Roger Federer den langersehnten Premieren-Titel in Paris an. "Ich hatte diesen Sieg sehr nötig", bekannte der Schweizer Tennisprofi nach dem 6:4,6:4 gegen seinen Dauerrivalen Rafael Nadal. In der "Caja Magica", der Zauberdose am Stadtrand der spanischen Hauptstadt, hat der 13-fache Grand-Slam-Champion erstmals seit Oktober 2008 wieder ein Turnier als Sieger beendet.
Kurz vor Beginn der French Open scheint der 27-Jährige befreit und bereit für Roland Garros. "Vor ein paar Wochen war ich mir meiner Chancen bezüglich Paris noch nicht so sicher. Jetzt weiß ich, dass ich dieses Jahr da gewinnen kann", sagte Federer. Tatsächlich war der Coup in Nadals Heimatland mehr wert als das Preisgeld von 585.000 Euro, 1.000 Weltranglisten-Punkte und eine Luxus-Karosse. Nach wochenlangen Diskussionen um Form, Fitness, Privatleben und Trainersuche zeichnete Federer ein überdimensionales Ausrufezeichen auf den ungeliebten Sandplatz.
"Federer stiftet Verwirrung"
Nach 18 Monaten und fünf Siegen, darunter die Endspiele in Paris, Wimbledon und den Australian Open, musste der Weltranglisten-Erste Nadal erstmals wieder seinem schärfsten Verfolger gratulieren. "Nadal auf Sand zu schlagen, ist natürlich die Krönung. Und dass mir das nun zum zweiten Mal gelungen ist, lässt natürlich auch für Paris hoffen", sagte Federer nach seinem 15. Masters-Titel. "Federer stiftet Verwirrung", schrieb die französische Sportzeitung "L'Equipe" sechs Tage vor dem Auftakt des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres.
Bisher hatte kaum jemand auch nur den leisesten Zweifel daran, dass der Iberer am 7. Juni zum fünften Mal in Serie den Coupe des Mousquetaires des French-Open-Champions in die Höhe stemmen würde. Auch jetzt ist der 22-Jährige noch immer Favorit Nummer eins, doch Federer will diesen einen Titel, der in seiner Grand-Slam-Sammlung noch immer fehlt, mehr als jeden anderen. "Federer hat das Potenzial, in Paris zu gewinnen", sagte Nadal nach seiner ersten Niederlage auf Sand nach zuletzt 33 Siegen in Serie.
Allerdings lässt der Titelverteidiger keine Zweifel an seinen Ambitionen: "Wenn ich nach dieser Sandsaison nicht an mich glauben würde, dann würde etwas nicht stimmen. Dieses Turnier hat nichts mit Paris zu tun." Auch Trainer und Onkel Toni bekräftigte: "Wir sind nicht verunsichert." An diesem Abend jedoch galt die größere Aufmerksamkeit Roger Federer. "Es war zum Teil schwierig, in die Pressekonferenzen reinzukommen", räumte er ein.
(apa/red)
