Barca greift heute nach den Sternen: Sieben
gute Gründe für ein blau-rotes 'Happy End'
- "Zauberfußball", Topstars oder das Gesetz der Serie
- Darum heißt der Champions-League-Sieger Barcelona

Der FC Barcelona gilt als die derzeit beste Mannschaft der Welt. Aber gelten sie es zu Recht? Reicht es aus, die spielstärkste Equipe zu sein? Oder muss man vielmehr die erfolgreichste sein? Oder beides? Heute kann Barca alle Zweifel beiseite wischen. Im Champions-League-Finale von Rom. Gegen Manchester United. NEWS.at nennt sieben gute Gründe, warum sich die Gladiatoren aus Katalonien in der Ewigen Stadt ein Denkmal setzen und die Arena als neue Herrscher Fußball-Europas verlassen werden.
- Torfabrik
Sehr gut gespielt hat Barcelona in dieser Saison oft. An den als "Zauberfußball" titulierten, offensiv ausgelegten Fußball kam in der Champions League keine Mannschaft heran. Spielerisch gibt es derzeit wohl kein besseres Team. Das mussten auch die Gegner Bayern München und Olympique Lyon am Weg der Blau-Roten ins Finale schmerzvoll erfahren. Barca ist eine Torfabrik, eine Lawine, die jeden überrollen und nur mit einem perfekten Defensiv-Konzept (wie von Chelsea vorgezeigt) aufgehalten werden kann. - Weltstars
Barcelona ist gespickt mit Topstars. Großartigen Individualisten, die ein Spiel im Alleingang entscheiden. Und sie sind in Topform. Messi, Xavi, Iniesta, Eto'o, Henry sowie Puyol spielen eine überragende Saison. Ergänzt werden sie durch zwar weniger bekannte, aber nicht minder begabte und hochklassige Kaderspieler, die dafür sorgen, dass jedes Rädchen wie geschmiert ineinander greift. - Siegermentalität
Große Mannschaften zeichnet vor allem eines aus und unterscheidet sie damit signifikant von allen anderen: Die Siegermentalität. Diese Kombination aus Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Willenskraft, dem unerschütterlichen Glauben an sich und an die eigenen Fähigkeiten und gottgegebenen oder erlernten Stärken. Barcelona ist so eine Mannschaft. Ein Team mit Kampfgeist und Moral. Ein Team, das niemals aufgibt und mit genau jenen Attributen Chelsea im dramatischen Halbfinal-Krimi aus dem Bewerb warf, als das fußballerische Talent nicht mehr reichte. - Rückkehr
Mit Carles Puyol kehrt im Finale ein Schlüsselspieler zurück, den Trainer Pep Guardiola in der Schlacht an der Stamford Bridge schmerzlich vermisst hatte. Puyol, im Rückspiel gegen Chelsea gesperrt, wird der Innenverteidigung mehr Stabilität geben. Von seiner Erfahrung und Qualität wird auch der zweite zentrale Abwehrspieler, der junge Pique, profitieren. - "Tiki-Taka"
Barcelonas spielerische Vorzüge liegen im schnellen und präzisen Pass- und Kombinations-Spiel, dem "Tiki-Taka". Die Offensivspieler sind technisch versiert und dribbelstark, aber klein. Einzig Eto'o ist in der Spitze mit hohen Bällen anspielbar. Barcas Weg zum Tor führt also fast zwangsläufig über den Boden und nicht durch die Luft. Gegen die großgewachsenen Innenverteidiger Manchester Uniteds könnten sich aber gerade die wendigen und quirligen Angreifer als Vorteil erweisen. - Fluch
Seit Einführung der Champions League ist es noch keinem der bisher 15 Trophäen-Gewinner gelungen, den Coup im darauffolgenden Jahr zu wiederholen. Aktueller Titelträger ist: Manchester United. Geht es nach dem Gesetz der Serie, dann muss der Champions-League-Sieger 2008/09 Barcelona heißen. Der Fluch des Titelverteidigers: Er lastet auf Manchester. - Göttlich
"Jetzt wissen wir, wer der Fußball-Gott ist. Sein Name ist Andres." Nach seinem Goldtor gegen Chelsea wurde Andres Iniesta von spanischen Medien kurzerhand zur Gottheit erklärt. Und mit göttlichem Beistand kann für Barcelona nun wirklich nichts mehr schief gehen.
Gernot Ebner
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