Prominenter Daumendrücker für Prödl und Harnik: Bremen kämpft um UEFA-Cup-Titel
- Franz Wohlfahrt hofft auf Bremer Sieg gegen Donezk
- Ex-Keeper: "Schlimmste ist, ein Finale zu verlieren"
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Fehlt Cup-Spezialisten im großen UEFA-Cup-Finale
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Als bisher letzter Österreicher hat Franz Wohlfahrt das Gefühl genossen, in einem Europacup-Finale auf dem Platz zu stehen. Der ehemalige Teamgoalie verlor mit dem VfB Stuttgart 1998 das Finale im Cup der Cupsieger gegen Chelsea mit 0:1. Nun hofft er, dass Sebastian Prödl und Martin Harnik gegen Schachtjor Donezk mehr Glück haben.
"Das war damals eigentlich eine klassische 0:0-Partie, aber dann hat uns Zola das entscheidende Tor gemacht", erinnerte sich Wohlfahrt an das Match in Stockholm, das wesentliche Folgen auf seinen Gemütszustand hatte. "Das hat mir richtig wehgetan und meinen anschließenden Urlaub vermiest. Die Enttäuschung war extrem groß. In einem Finale zählt eben nur der Sieg und nicht, einfach nur dort zu sein."
"Schlimmste ist, ein Finale zu verlieren"
Deshalb würde der ÖFB-Tormanntrainer den beiden Werder-Kickern dringend raten, mit einem Sieg nach Bremen zurückzukehren. "Das Schlimmste ist, ein Finale zu verlieren. Da ist es noch besser, im Achtelfinale auszuscheiden." Dennoch solle sich das österreichische Duo laut Wohlfahrt vor dem Endspiel keinen allzu großen Druck auferlegen und seinem Beispiel folgen. "Ich war nicht nervös, sondern hatte eine positive Aufgeregtheit. Ich war aufgestachelt und voller Energie, und das war gut, denn Nervosität ist nur hinderlich", erzählte der Kärntner.
Die Gefahr des Nervenflatterns ortet Wohlfahrt bei Prödl und Harnik aber ohnehin nicht. "Ich glaube bei Beiden nicht, dass sie nervös sein werden. Sie sind zwar noch jung, aber nicht die Spielertypen, die nervös werden. Beide haben eine gewisse Grundintelligenz und sind trotz ihrer Jugend schon abgebrüht", behauptete der 44-Jährige.
Einen klaren Favoriten gibt es im Finale laut Wohlfahrt nicht. "Leicht wird es nicht für Bremen. Dass Diego ausfällt, könnte eine entscheidende Schwächung sein, denn Kicker, die überraschend ein Spiel entscheiden können, haben die Bremer außer ihm keinen", gab der 59-fache Internationale zu bedenken.
Auch aufgrund der Sperre des brasilianischen Regisseurs sei kein Offensiv-Spektakel zu erwarten. "Ich gehe von einem knappen Resultat aus, vielleicht geht die Partie in die Verlängerung. Ich wäre überrascht, wenn es für die Zuschauer ein großes Finale wird", erklärte Wohlfahrt.
(apa/red)
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