Sonntag, 24. Mai 2009

"Es wird immer härter und härter für uns":
Button sieht Red Bull bereits auf Augenhöhe

  • Seriensieger: "Derzeit unser härtester Konkurrent"
  • Warnt vor allem vor Monaco-Spezialist Mark Webber

Jenson Button strotzt derzeit nur so vor Selbstvertrauen, bei vier Siegen in fünf Saisonrennen auch kein Wunder. Im Kampf um den Titel in der Formel-1-WM fürchtet der 29-jährige Engländer aber vor allem ein Team - Red Bull Racing. "Es wird immer härter und härter für uns", meinte der WM-Leader im Brawn GP vor dem Klassiker heute in Monaco (14.00 Uhr). "In den letzten beiden Rennen war Red Bull mit uns schon praktisch auf Augenhöhe."

Sebastian Vettel und Mark Webber liegen in der WM-Wertung hinter Button und seinem Teamkollegen Rubens Barrichello auf den Plätzen drei und vier, in der Konstrukteurs-WM hat sich Red Bull ebenfalls als zweite Kraft hinter Brawn etabliert. "Sie sind derzeit unser härtester Konkurrent. Und sie werden immer schneller und schneller", warnte Button. "Wenn man sich ihre Rundenzeiten genau ansieht, dann sind sie sehr, sehr gut."

Neuer Doppeldiffusor
Sein Übriges könnte ein neuer Doppeldiffusor tun, den Red Bull in Monaco erstmals verwendet. Wirklich große Fortschritte soll das Bauteil aber erst auf den aerodynamisch anspruchsvolleren Strecken in der Türkei und in Silverstone bringen. "Wenn sie es schaffen, das alles zusammenzufügen, dann werden sie sehr gefährlich sein - auch hier in Monaco", erklärte Button. Ein Motorschaden bei Vettel und ein kaputtes Differenzial bei Webber im freien Training am Donnerstag sollten nicht überbewertet werden.

Der deutsche Jungstar Vettel hatte im Regenchaos von China als bisher einziger Fahrer ein Rennen gewonnen, der nicht Button heißt. Dennoch sieht der WM-Leader dessen australischen Teamkollegen Mark Webber, Zweiter in China und zuletzt Dritter in Barcelona, im Fürstentum als größere Gefahr. "Webber ist schnell hier. Wenn man sich die Leistungen und die Vergleiche von Teamkollegen in den vergangenen Jahren ansieht, dann muss man ihn auf der Rechnung haben", versicherte Button.

Webber war in Monaco 2005 im BMW-Williams als Dritter erstmals auf das Podest gefahren, im Vorjahr belegte er im Red Bull-Renault Platz vier. In der WM-Wertung fehlen dem Australier bereits 25,5 Punkte auf Button, Vettel liegt deren 18 zurück. Buttons härtester Widersacher kommt derzeit aus dem eigenen Stall, Barrichellos Rückstand auf den Engländer beträgt 14 Zähler. "Vier von fünf Rennen zu gewinnen, ist großartig", betonte Button. "Aber es kann noch viel passieren." Druck will er sich keinen auferlegen.

(apa/red)

24.5.2009 07:43
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