Freitag, 22. Mai 2009

Cavendish feiert den 3. Giro-Etappensieg:
Brite setzt sich erst im Massensprint durch

  • Russe Mentschow bleibt in der Gesamtwertung vorne
  • Gehälterstreit beim Astana-Team spitzt sich weiter zu

Der Brite Mark Cavendish hat seinen dritten Etappensieg beim laufenden Giro d'Italia gefeiert. Für seinen US-Rennstall Columbia war es bereits der sechste Tageserfolg. Der seit Donnerstag 24-Jährige setzte sich auf der 13. Etappe nach 176 km quer durch die Toskana von Lido di Camaiore nach Florenz im Massenspurt vor seinem italienischen Dauerrivalen Alessandro Petacchi und dem Australier Allan Davis durch.

Dabei hatte die Etappe für Cavendish schlecht begonnen, denn nach einem Zusammenstoß mit dem Franzosen Yohann Gene hatte er kurz nach dem Start sein Rad wechseln müssen. Österreichs einziger Teilnehmer Thomas Rohregger (Milram) hatte acht Sekunden Rückstand und kam als 75. ins Ziel. In der Gesamtwertung führt weiterhin der Russe Denis Mentschow, der am Donnerstag im Einzelzeitfahren das Rosa Trikot übernommen hatte. Der Rabobank-Pilot weist 34 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Danilo Di Luca auf, der US-Amerikaner Levi Leipheimer hat 40 Sekunden Rückstand.

Schon vor Etappenstart hatte es Neuigkeiten im Gehälter-Zwist beim Astana-Team um Lance Armstrong gegeben. Nach einem Protest der Fahrer hat der kasachische Verband nach eigenen Angaben der Equipe von Teamchef Johan Bruyneel ausstehende Gehälter in Höhe von drei Millionen Dollar (rund 2,15 Millionen Euro) bezahlt. Nun würden nur noch 400.000 Dollar fehlen, erklärte der Verband. Dem widersprach Bruyneel. Der Fehlbetrag sei viel höher. Acht der neun Astana-Fahrer hatten zuletzt Schriftzüge und Logos jener kasachischen Sponsoren unkenntlich gemacht, die die Zahlungen eingestellt hatten.
(apa/red)

22.5.2009 18:15