60. Jahrestag der deutschen Verfassung:
Köhler sieht "ein Leuchtfeuer der Freiheit"
- "Eine offene und weltoffene Gesellschaft geworden"
- Staatspräsident warnt vor einer sozialen Spaltung
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Deutschland: Straftaten um 15,8 % angestiegen

Deutschland hat "60 Jahre Bundesrepublik Deutschland" gefeiert. Am 23. Mai 1949 war die Nachkriegsverfassung für Westdeutschland unterzeichnet worden. Seit der Wiedervereinigung 1990 gilt sie für das ganze Land. Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler würdigte in seiner Festrede die Verfassung des Landes als "ein Leuchtfeuer der Freiheit" gewürdigt.
Deutschland sei in den vergangenen 60 Jahren "zu einer offenen und weltoffenen Gesellschaft" geworden, sagte Köhler bei dem Staatsakt im Berliner Konzerthaus. Es habe sich den Verbrechen der Nationalsozialisten gestellt und die Aussöhnung mit dem jüdischen Volk gesucht. "Wir haben Lehren aus unserer Geschichte gezogen und werden deshalb Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit immer entgegentreten", sagte Köhler.
Der Bundespräsident sprach sich in seiner Rede für eine "neue, ökologische Industrielle Revolution" aus, um die derzeitigen Wirtschaftsprobleme zu überwinden. Zugleich müssten wieder andere, soziale Werte in den Vordergrund rücken. Erfüllung und Zufriedenheit müssten an Werten wie Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt gemessen werden. "Ein rein materielles 'Immer mehr' reicht nicht", sagte Köhler.
Der Präsident warnte aber auch vor einer sozialen Spaltung in Deutschland. Auch 20 Jahre nach der deutschen Einheit sei die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland noch immer deutlich höher als im Westen. "Das verpflichtet uns alle zu weiteren Anstrengungen. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass die Teilung unseres Landes in der Arbeitslosenstatistik fortbesteht."
(apa/red)
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