Freitag, 22. Mai 2009

Mordalarm in Wiener Neustadts Fußgänger-
zone: Streit ums Geld fordert Todesopfer

  • Streit ums liebe Geld - Viermal auf Opfer gefeuert
  • Tatverdächtiger festgenommen - Ermittlungen laufen

Ein Streit um Geld hat in der Nacht auf Freitag in Wiener Neustadt mit einer Bluttat geendet: In der Fußgängerzone wurde ein 47-Jähriger von einem anderen Mann erschossen. Der mutmaßliche Täter (36) ist unmittelbar darauf festgenommen worden, berichtete Oberst Franz Polzer, Leiter der Kriminalabteilung NÖ.

Zu dem Streit war es nach Polizeiangaben in einem Lokal in der Herrengasse gekommen. Die türkischstämmigen Männer seien in einem Arbeitsverhältnis gestanden, so Polzer. Der Jüngere soll dem Älteren Geld geschuldet haben. Dass es sich um 500 Euro gehandelt habe, könne er nicht bestätigen, sagte der Oberst. Die Auseinandersetzung kurz vor Mitternacht habe sich in der Folge in die Wiener Neustädter Fußgängerzone verlagert. Dort hat der 36-Jährige laut Polzer einen Revolver gezogen und aus kurzer Distanz viermal auf den Kontrahenten gefeuert. Für das ebenso oft getroffene Opfer kam jede Hilfe zu spät.

Dem Oberst zufolge wurde der Verdächtige nur Minuten nach der Tat von Beamten einer Wiener Neustädter Polizeistreife festgenommen, die in der Nähe unterwegs waren. Der Revolver sei ebenfalls sichergestellt worden. Der 36-Jährige wurde noch im Laufe des Tages in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Am Tatort in der Herrengasse seien "mindestens 15 Personen" gewesen, berichtete Polzer weiter. Es habe sich um Freunde und Bekannte der Kontrahenten ebenso wie um Fremde gehandelt. Letzte Zeugenbefragungen sind noch im Gang. Es gebe jedoch keine weiteren Verdächtigen, so der Polizeioffizier.

(apa/red)

22.5.2009 12:55