Auch Linzer Bischof Schwarz erschüttert:
Missbrauch der Religion durch die Politik
- Kreuzsymbol "nicht als Kampfinstrument einsetzen"
- Gegen alle ausgrenzenden Tendenzen auftreten

Auch der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz hat scharfe Kritik an der Verwendung religiöser Symbole im EU-Wahlkampf der FPÖ geübt. Ohne die Freiheitlichen direkt zu nennen, zeigte sich Schwarz "erschüttert" darüber, "wie in den letzten Wochen Religion, biblische Aussagen und religiöse Symbole für Wahlwerbung und politische Agitation instrumentalisiert bzw. missbraucht werden", wie Kathpress meldete.
Schwarz äußerte sich im Rahmen eines Besuchs der Pfarre Sankt Radegund, dem Geburtsort des seliggesprochenen Märtyrers Franz Jägerstätter, der von den Behörden Nazi-Deutschlands hingerichtet wurde, weil er aus Glaubensgründen den Wehrdienst verweigert hatte.
"Das Kreuz darf nie und nimmer als Kampfinstrument gegen jemanden eingesetzt werden", sagte Schwarz in offenkundiger Anspielung auf den umstrittenen Wahlkampfauftritt von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit dem christlichen Symbol in der Hand. Das Kreuz sei "immer Zeichen des Glaubens an Jesus Christus, der mit besonderer Aufmerksamkeit den Menschen begegnet ist, vor allem jenen am Rande der Gesellschaft", betonte der Linzer Bischof.
Es sei der Auftrag an alle Christen, den "identitätsstiftenden christlichen Glauben" aktiv zu leben und zu verkünden und "von Anfang an gegen alle plumpen ausgrenzenden Tendenzen aufzutreten". Jeder Mensch habe seine von Gott gegebene Würde. Schwarz: "Das heißt für uns, mit Achtung und Wohlwollen aufeinander zuzugehen, über alle Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg".
(apa/red)
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