Abt Fürnsinn kritisiert Strache hart: "Das
ist ein eklatanter Missbrauch des Kreuzes!"
- NEWS: Probst prangert Demo-Auftritt mit Kruzifix an
- Kreuz "ist kein Instrument für das Niedermachen"

Maximilian Fürnsinn, Probst des Augustiner-Chorherrnstiftes Herzogenburg in NÖ, übt als erster prominenter Vertreter der Kirche Österreichs scharfe Kritik am jüngsten Demonstrationsauftritt von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gegen den Bau einer Moschee, der seinen EU-Wahlkampfslogan "Abendland in Christenhand" mit gezücktem Kruzifix zu unterstreichen suchte. Fürnsinn in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS:
"Das Kruzifix in Herrn Straches Hand hat mich zutiefst erschreckt! Da zeigt sich, wenn er das Kreuz in die Hand nimmt: er hat vor niemandem Respekt! Das ist ein eklatanter Missbrauch des Kreuzes! Ein Mensch, der in dieser Form das Kreuz missbraucht, ist auch fähig, über Leichen zu gehen! Ich sage das in aller Deutlichkeit!" Strache, so Fürnsinn, habe überhaupt nicht verstanden, welche Botschaft vom Kruzifix ausgeht: "Es ist kein Instrument für das Niedermachen anderer...sondern es ist Zeichen der Erlösung, der Befreiung." Und Fürnsinn zum FPÖ-Slogan "Abendland in Christenhand" generell: "Wirklich schlimm! Er erinnert an eine gewisse Überheblichkeit: Dass man der bessere Teil der Menschheit wäre. Das erinnert mich sehr schnell an die Begriffe wie die "bessere Rasse", an "Blut und Boden", die Diktion ist verräterisch."
Grundsätzlich geht Fürnsinn mit Österreichs Politik & Gesellschaft sowie "der politischen Mitte" scharf ins Gericht: Es sei entsetzlich, wie man zu den Ausfällen Straches schweige, es stelle sich überhaupt die Frage, ob das christliche Abendland noch "christlich" agiere, wenn man etwa an Asylproblematik und Fremdenpolitik denke.
Mehr über Maximilian Fürnsinn und seine Meinung zur FPÖ lesen Sie im NEWS 21/09!
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